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Nach Informationen des „Spiegel“ hat ein irakisches Strafgericht einen Mann aus Gladbeck in NRW zum Tode verurteilt. Die Behörden im Irak seien sich sicher: Der Mann war wohl Mitglied der Terrorgruppe IS und soll auch an Kampfhandlungen teilgenommen haben

In der vergangenen Woche hat ein Strafgericht im Irak den 33-jährigen Levent Ö. aus Gladbeck in Nordrhein-Westfalen zum Tode verurteilt. Wie der „Spiegel“ am Freitag (7. Dezember) berichtet, war der Gladbecker wohl Mitglied bei der Terrorgruppe „Islamischer Staat (IS)“. Zudem soll er an Kampfhandlungen teilgenommen haben.

IS-Terrorist aus Gladbeck soll Ausbilder gewesen sein

Beim IS soll der Mann aus Gladbeck nach Informationen deutscher Sicherheitsbehörden in der Hierarchie weit aufgestiegen sein. Er agierte zudem wohl als Ausbilder in der Terrorgruppe.

Kurdische Kämpfer sollen Levent Ö. im November 2017 an der Grenze zwischen Syrien und Irak festgenommen haben. Sie übergaben den vermeintlichen IS-Terroristen den Amerikanern, die ihn wiederum an die Behörden des Irak weitergegeben haben.

Laut Spiegel hat das Auswärtige Amt bestätigt, einen deutschen Staatsbürger in einem Terrorverfahren zu betreuen. Der Gladbecker ist in Deutschland geboren und hat sowohl die deutsche als auch die Türkische Staatsbürgerschaft.

Gladbecker gibt an, gefoltert worden zu sein

Der vermeintliche IS-Terrorist bestreitet die Vorwürfe gegen ihn und gibt an, gefoltert worden zu sein. Diese Behauptungen wurden jedoch von einem von der deutschen Botschaft eingesetzt Arzt widerlegt.

Deutsche Behörden gehen davon aus: Die Vorwürfe gegen den 33-jährigen Gladbecker sind berechtigt.

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Laut Spiegel hat die deutsche Botschaft einen Anwalt zur Verfügung gestellt und soll das Urteil anfechten. Dabei geht es darum, eine Todesstrafe für den vermeintlichen IS-Terroristen zu vermeiden. Die Behörden sollen versuchen, das Urteil in eine lange Haftstrafe umzuwanden.