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Egal was über ein Netzwerk miteinander verbunden ist, kann gehackt werden. Das ist lange kein Geheimnis mehr. Und doch schockiert die Nachricht, dass auch Herzschrittmacher und Insulinpumpen gehackt werden können – und Hacker die Patienten im schlimmsten Fall sogar töten können.

Herzschrittmacher zum Beispiel, senden zahlreiche Informationen per Funk oder Mobilfunknetz auf den Bildschirm des Arztes. Was komfortabel für den Patienten ist, ist aber auch ebenso riskant.

Hacker nutzen drahtlose Datenübertragung für Missbrauch

Ähnlich verhält es sich mit Insulinpumpen.
Über eine drahtlosen Datenübertragung zwischen Blutzuckermessgerät und Insulinpumpe wird automatisch gesteuert, wann die nächste Dosis Insulin benötigt wird, und wie hoch diese sein muss.

Patienten profitieren davon, dass zahlreiche Informationen per Funk oder über ein Netzwerk abgefragt werden können. Doch Experten verdeutlichen, dass das auch Wege des Missbrauchs eröffnet – zum Beispiel für kriminelle Hacker.

Andere Computer-Betrüger geben sich außerdem als Microsoft-Mitarbeiter aus und versuchen die Rechner von Bürgern zu kapern.

„Patienten um die Ecke bringen“

IT-Sicherheitsexperte Wolfgang Hommel von der Universität der Bundeswehr München: „Wenn es ganz blöd läuft, können Patienten damit auch um die Ecke gebracht werden. Das ist den meisten nicht bewusst.“

Bislang ist zwar noch kein konkreter Fall bekannt in denen Hacker auf kriminelle Weise medizinische Geräte manipulierten. Doch Experten stellten mit vielen Beispiel-Hacks unter Beweis, dass gehackte Herzschrittmacher starke Stromimpulse abgaben oder Insulinpumpen hohe Dosen spritzten.

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Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney war sich dieses Risikos übrigens früh bewusst: Er ließ sich aus Angst vor einem Anschlag schon vor vielen Jahren die Fernsteuerungsfunktion an seinem Herzschrittmacher deaktivieren. mit dpa-Material