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Eine Frau aus Bayern erhielt im Jahr 2009 die Diagnose Brustkrebs. Sie suchte einen Heilpraktiker auf. 2012 verstarb die Frau. Jetzt muss sich der Heilpraktiker vor Gericht verantworten.

  • Der Heilpraktiker glaubte nicht an Krebserkrankung der Patientin und verschrieb homöopathische Mittel.
  • Drei Jahre später starb die Frau an Metastasen in den Organen.
  • Nun beschäftigt sich ein Gericht mit dem Fall – und das nicht zum ersten Mal.

Therapie beim Heilpraktiker: Pendel sollte Linderung verschaffen

Als ein Arzt bei einer Frau aus Bayern Brustkrebs diagnostizierte, wollte sie sich die Diagnose von einem zweiten Spezialisten bestätigen lassen. Die Zweitmeinung holte sie sich daraufhin bei einem Heilpraktiker aus Kehlheim bei Regensburg (Bayern).

Mit dem Pendel untersuchte er die krebskranke Frau. Durch diesen Test schloss der Mann schließlich eine Krebserkrankung der Patientin aus.

Das ist nicht das erste Mal, dass ein Heilpraktiker unkonventionelle Methoden anwendet.

Organe und Knochen mit Metastasen durchsetzt

Ende 2012 ging es der Frau zunehmend schlechter. 2013 verstarb sie. In der Zeit habe der 69-Jährige Heilpraktiker der Frau homöopathische Mittel verschrieben.

Zu einem Schulmediziner schickte der Mann die Patientin nicht. Eine Untersuchung ihres Körpers zeigte schließlich nach ihrem Tod: Sämtliche Organe und Knochen waren mit Krebs-Metastasen durchsetzt.

Heilpraktiker legt gegen sein Urteil Berufung ein

Im März 2018 wurde der Mann vom Amtsgericht in Kehlheim zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und drei Monaten wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Gegen das Urteil legte der 69-Jährige Berufung ein. Seine Strafverteidigung fordert maximal eine Geld- oder Bewährungsstrafe. Ein Urteil könnte laut BR24 am 20. September fallen.