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Ein Mann aus Großenwörden in der Nähe von Hamburg soll seine Ehefrau erdrosselt haben. Um den Mord zu verschleiern, wählte er ein kurioses Versteck.

  • Eine Frau lag monatelang in einem Gewächshaus in Großenwörden.
  • Der Tatverdächtige sitzt jetzt in U-Haft.
  • Zum Motiv hat der Mann bislang keine Angaben gemacht.

Es ist einer dieser Fälle, mit denen selbst die Polizei nicht allzu häufig zu tun hat. In Großenwörden im Landkreis Stade soll ein 54-jähriger Mann seine Ehefrau gewaltsam ermordet und sie anschließend im Garten versteckt haben. Jetzt kam er mit seinem dunklen Geheimnis offenbar nicht mehr zurecht.

Tatverdächtiger aus Großenwörden stellt sich der Polizei

Am Donnerstagmorgen (4. Juli) ist der 54-jährige Tatverdächtige auf der Polizeistelle Stade in der Nähe von Hamburg erschienen und gab an, bereits Anfang des Jahres seine Ehefrau ermordet zu haben. Ihre Leiche würde er auf dem gemeinsamen Grundstück in Großenwörden verstecken.

Und tatsächlich: Bei einer Durchsuchung seines Anwesens bestätigte sich die Aussage des Mannes. Im Gewächshaus fanden die Polizisten die Leiche der 65-jährigen Ehefrau.

Sie lag dort bereits seit mehreren Monaten. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Mord unter derart kuriosen Umständen aufgedeckt wurde.

Tatmotiv bisher unklar

Der Tatverdächtige wurde von den Polizisten in Stade vorläufig festgenommen und befragt. Dabei räumte der 54-jährige Mann ein, seine Frau erdrosselt zu haben. Weitere Angaben, etwa zu seinem Tatmotiv oder warum er die Frau im Gewächshaus versteckte, machte der mutmaßliche Mörder nicht.

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Der Mann wurde noch am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter des Amtsgerichtes Stade vorgeführt, welcher einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Der Tatverdächtige wurde in eine niedersächsische Justizvollzugsanstalt eingewiesen. Die Ermittlungen dauern an.

Dass Auseinandersetzungen nicht immer schlimm enden müssen, beweist dieser Fall aus Duisburg. Dort konnten zwei junge Männer mit ihrer Zivilcourage ein Menschenleben retten.