Bild: Herbert Pfarrhofer/APA/dpa

Sie gilt für viele als eine Ikone der Klimaschutz-Bewegung: Greta Thunberg hat mit ihren „Fridays for Future“ Demonstrationen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimawandel gelenkt. Nun ist ein Kettenbrief aufgetaucht, der behauptet, Thunberg werde von ihren Eltern und einer PR-Agentur instrumentalisiert.

  • Ein Kettenbrief behauptet, Greta Thunberg werde für finanzielle Interessen ausgenutzt.
  • Correctiv hat die Anschuldigungen überprüft.
  • Die Behauptungen scheinen falsch zu sein.

Ein Ende Mai aufgetauchter Kettenbrief behauptet, der „Kult“ um die Fridays-for-FutureBewegung und deren Gründerin sei inszeniert. Greta Thunberg werde lediglich als „Marionette“ von ihren Eltern und einer PR-Firma aus finanziellem Interesse ausgenutzt. Doch das ist – so fand Correctiv heraus – eine Lüge.

Greta Thunberg: Das behauptet ein Kettenbrief

Dennoch verbreiten sich die Behauptungen im Netz. Auch die AfD Viersen hat den Text auf ihrer Facebook-Seite gepostet. Aber denkt daran: Die Behauptungen sind falsch oder können zumindest nicht belegt werden.

Greta sitzt mit selbstgebasteltem Pappschild an einer Hauswand in Schweden auf dem Boden. REIN ZUFÄLLIG kommt an genau…

Gepostet von Alternative für Deutschland AfD Viersen am Dienstag, 28. Mai 2019

Correctiv: Keine Belege für die Behauptungen

Wie die Recherche-Plattform Correctiv auf ihrer Homepage schreibt, gebe es keine Hinweise, dass es sich tatsächlich um eine – wie im Text behauptet – „PR-Kampagne für die linksgrün indoktrinierten, naiven jungen Menschen rund um die Welt“ handle.

Fest steht zwar, dass der schwedische Unternehmer Ingmar Rentzhog Thunbergs Namen genutzt hat. Sie und ihre Eltern wussten davon aber nach eigenen Aussagen nichts.

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Thunbergs Vater zu Unrecht beschuldigt

Und auch die Behauptung, Thunbergs Vater habe sich durch ihren Erfolg bereichert, scheint haltlos. Zwar ist er Besitzer von zwei Unternehmen. Deren Umsätze stiegen aber durch die Bekanntheit seiner Tochter nicht nennenswert an.

Letztlich gibt es für fast alle in dem Kettenbrief genannten Behauptungen keine validen Belege. Scheinbar handelt es sich vielmehr um eine gezielte Aktion, die Greta Thunberg und ihrer Sache – für die auch in Dortmund regelmäßig demonstriert wird – schaden soll.