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Nach jedem Spaziergang durch Wald und Wiesen überkommt einen die Angst: Zecken! Die blutgierigen Biester saugen sich fest und übertragen im schlimmsten Fall gefährliche Krankheiten. Jetzt wurde in Deutschland eine fremde Zeckenart enteckt – größer und nicht weniger gefährlich: Die Hyalomma-Zecke.

Die Hyalomma-Zecke wird fünfmal größer als unsere heimischen Arten. Außerdem kann sie Träger einer gefährlichen Erkrankung sein. Weil sie so groß und widerstandsfähig ist, wird das Tier auch „Super-Zecke“ genannt. Ursprünglich ist die Zecke in Südeuropa, Afrika und Asien zu Hause.

Hyalomma-Zecke befällt Tiere

Vergangenes Jahr wurden aber sieben Exemplare in Deutschland entdeckt. Man fand die Zecke an Pferden und an einem Schaf. Zu erkennen ist sie an ihren gestreiften Beinen.

Eine Pferdebesitzerin aus Schleswig-Holstein fand im Dezember am Schweif ihres Tieres eine Zecke mit gestreiften Beinen. Sie schickte das Insekt an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Dort stellte sich heraus, dass es sich um eine Zecke der Art Hyalomma marginatum handelte.

Zecke ist Träger einer gefährlichen Krankheit

Das gefährliche an der Zeckenart: Sie können Überträger von für Menschen unter Umständen tödlichen Krankheiten sein. Zum Beispiel dem Krim-Kongo-Virus. Anfangs zeigen sich bei dem Virus grippeähnliche Symptome, dann kann es zu inneren Blutungen kommen und letztendlich auch zum Tod.

Zeckenforscher Peter Hagedorn vom RKI bestätigt gegenüber der Rheinischen Post, dass es auch in NRW einen Fund der Super-Zecke gab.

Hyalomma-Zecke in Rheda-Wiedenbrück entdeckt

„Im Oktober 2018 erreichten uns Bilder aus Rheda-Wiedenbrück, auf denen man gut eine Hyalomma-Zecke erkennen konnte. Die Finderin sandte uns nachfolgend die Überreste des Tieres zu“, sagte Hagedorn zur RP. Es handelte sich um die Hyalomma-Zecke.

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Die Hyalomma-Zecke kann ihre Opfer bis zu 100 Meter weit verfolgen. Obwohl sie sich eigentlich im wärmerem Klima aufhält, überlebt sie auch die Kälte in Deutschland. Vermutlich ist sie mit Zugvögeln zu uns gekommen. Wie die RP berichtet, hält sich die Zecke gerne auf Vögeln und kleinen Säugetieren auf. mit dpa-Material

Forscher haben jetzt bestätigt: Die gefährliche Hyalomma-Zecke hat erstmals in NRW überwintert. Gleich fünf Exemplare wurden auf einem Pferdehof am Niederrhein gefunden.