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Freiheit, Unabhängigkeit, Spaß – das alles erwartet einen, wenn man endlich den Führerschein in den Händen hält . Sich einfach hinter das Steuer setzen und losfahren – was für viele selbstverständlich ist, bleibt für immer mehr Menschen ein Traum. Denn immer mehr Fahrschüler schaffen die Prüfung einfach nicht. Warum?

Egal ob für Autos, Motorräder oder Roller – in jedem Fall macht ein Führerschein mobil. Doch bevor die begehrte „Fleppe“ ausgestellt wird, muss eine Hürde überwunden werden. Und die scheint für viele unüberwindbar geworden zu sein: die Führerscheinprüfung.

Führerschein-Prüfung meistern immer weniger

Besonders bei der Prüfung zum Autoführerschein rasseln viele durch. Die steigenden Durchfall-Quoten bei der Führerscheinprüfung rufen inzwischen sogar Verkehrsexperten auf den Plan. Doch selbst die haben bisher keine Erklärung gefunden. Vielleicht ist es die immer komplexere Verkehrssituation?

Fakt ist jedenfalls, dass es nicht nur an der praktischen Prüfung hapert. Viele fallen bereits bei der Theorie durch. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren es im Jahr 2017 ganze 39 Prozent, die schon bei der theoretischen Prüfung zum PKW-Führerschein durchfielen. Von denen, die die Theorie meisterten, fielen bei der praktischen Prüfung dann ganze 32 Prozent durch.

„Führerschein mit 17“ ist nicht der Grund

Nimmt man alle Führerscheinklassen zusammen stieg die Durchfallquote in der Theorie von knapp 30 Prozent in 2008 auf fast 37 Prozent in 2017. Das ist der höchsten Wert seit zehn Jahren. In der Praxis stieg die Quote von rund 26 auf 28 Prozent – ebenfalls der höchsten Wert seit zehn Jahren.

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Doch auch, wenn die Experten noch nicht wissen, woher die gestiegene Durchfall-Quote kommt, eines wissen sie: An dem Führerschein mit 17 liegt es nicht.

„17-Jährige fallen seltener durch und fahren später sicherer“, so Dieter Quentin, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. mit dpa-Material