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Die Situation, in die Kurt Kaser im April geriet, als er völlig allein seiner Arbeit auf einer Farm in Nebraska nachging, möchte sich wohl niemand vorstellen: Sein Bein war in eine Fördermaschine geraten und wurde immer tiefer hinein gezogen. Sein einziger Ausweg: Er amputiert sein Bein.

Der 63-Jährige war gerade dabei, Getreide in ein Silo zu füllen, als er abrutschte – sein Fuß landete genau in dem Einfülltrichter einer Fördermaschine für Getreide. Während die Förderschnecke sein Bein immer weiter in die Maschine zog, hatte der Farmer nur wenige Augenblicke, um seine Möglichkeiten auszuloten.

Der Not-Ausschalter der Maschine: Unerreichbar. Das Bein herausziehen: Unmöglich. Am Ende wählte er die einzige Möglichkeit, die er noch hatte und amputierte sein Bein mit dem einzigen verfügbaren Werkzeug: seinem Taschenmesser.

Eigenes Bein mit Taschenmesser amputiert

„I thought for sure I would pass out, and somehow something told me to keep going,“ zitiert NBC News den Farmer – „Ich dachte, gleich wirst du ohnmächtig, aber irgendwas sagte mir: Mach weiter!“

Sein Bein war bereits zur Hälfte in der Maschine gefangen. Außerdem wusste er, es würde eine Weile dauern, bis ihm jemand zu Hilfe kommen würde. Also begann er zu schneiden, berichtet NBC News.

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Sehne für Sehne, Nerv für Nerv arbeitete sich Kurt Kaser durch sein Bein. „Ich konnte spüren, wie ich Nerven durchtrennte“, erzählt er später im Interview mit NBC News. Am Ende konnte er sich tatsächlich befreien. Auch den Weg bis zu seinem Haus legte der eiserne Kämpfer kriechend zurück. Dort konnte er schließlich den Notruf wählen.