Bild: Marcel Kusch/dpa

Bislang mussten Kunden im Supermarkt nur für die größeren Plastiktüten an der Kasse Geld zahlen. Die kleinen Einwegtüten an der Gemüsetheke hingegen waren kostenlos. Die Deutsche Umwelthilfe fordert, dies zu ändern.

Um die Müllflut zu stoppen, fordert die Organisation laut Express die Einführung einer Abgabe von mindestens 22 Cent auf kleinformatige Tüten. Das sind die Tüten, die es an der Gemüse- und Obst-Theke gibt.

Einwegtüten:
Ausnahmen soll es nicht geben

Für Einwegtüten aus Bioplastik oder Papier sollte es keine Ausnahmen geben. Damit möchte die Umwelthilfe verhindern, dass die Tüten lediglich gegen andere ausgetauscht werden. Zudem seien Tüten aus diesen Materialien keine umweltfreundliche Alternative laut Deutsche Umwelthilfe.

Nach Einschätzung der Umwelthilfe würde das Zahlen eines kleinen Geldbetrags für die Einwegtüten, die Nutzung solcher erheblich reduzieren.

Mehrwegnetze als Alternative

Die Supermärkte könnten stattdessen sogenannten Mehrwegnetze als Alternative anbieten. Diese Netze gibt es
aus Biobaumwolle oder auch aus Kunststoff. Sie seien robust und könnten mehrere hundert Male eingesetzt werden.

Gleichzeitig soll es eine Aufklärungs- und Abfallvermeidungskampagne geben. Diese könne durch die Abgabe des Betrags für die Einwegtüten finanziert werden.

Kostenlose Herausgabe führt zu hohem Konsum

Der einzige Grund, warum immer noch massenhaft zu den Einwegtüten für Obst und Gemüse gegriffen wird, sei deren kostenlose Herausgabe, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Aktuelle Top-Themen:

Irland erfülle hierbei bereits eine Vorbildfunktion. Dort führte die Abgabe von 22 Cent pro Tüte zu einem Rückgang des Tüten-Verbrauchs von 328 auf nur noch 14 pro Kopf und Jahr.