Bild: Facebook/Trevor the duck - Niue

Die womöglich einsamste Ente der Welt ist tot. Das männliche Tier namens Trevor, das ohne jede Begleitung von Artgenossen auf der kleinen Pazifikinsel Niue zuhause war, soll einem Hund zum Opfer gefallen sein.

Die traurige Nachricht bestätigte die Vorsitzende der örtlichen Handelskammer, Rae Findlay, die für Trevor eigens eine Facebook-Seite eingerichtet hatte, am Montag (28. Januar) dem Rundfunksender BBC.

Die Insel Niue liegt etwa 2500 Kilometer hinter Neuseeland. Grafik: BBC

Trevor war vor einem Jahr auf auf der Insel Niue gelandet und geblieben. Bis heute weiß niemand genau, woher er kam. Vermutet wird, dass er knapp 2500 Kilometer aus Neuseeland einflog.

Deshalb bekam er auch den Vornamen des neuseeländischen Politikers Trevor Mallard („Mallard“ heißt übersetzt Stockente). Möglich ist aber auch, dass er eigentlich aus Tonga oder einer anderen Pazifikinsel stammt.

Monatelang lebte die Ente an einem kleinen Wasserloch. Foto: Trevor the duck/Facebook

Auf Niue, einer Insel mit etwas mehr als 1500 Bewohnern, war Trevor nach Angaben der Einheimischen die einzige Ente überhaupt. Sie lebte demnach in einer großen Pfütze – größere Flüsse oder Seen gibt es auf Niue nicht. Die örtliche Feuerwehr sorgte dafür, dass die Stockente immer genug Wasser hatte.

Die örtliche Feuerwehr versorgte die Ente mit Wasser. Foto:
Trevor the duck/Facebook

Zwischenzeitlich gab es auch Überlegungen, dem Erpel eine Ente zu beschaffen. So weit kam es nie. Trevor freundete sich Findlay zufolge dann aber mit Nachbarn an, die rund um die Pfütze lebten: einem Hahn, einem Huhn und einem Weka, einem einheimischen Vogel.

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Die Nachricht von seinem Tod wurde auf der Insel mit Bedauern aufgenommen. Findlay sagte: „Er hat so viele Herzen für sich eingenommen. Wir werden ihn vermissen.“ Sein Namensgeber, Neuseelands Parlamentspräsident Trevor Mallard, bekundete dem Volk von Niue die „größte Anteilnahme des neuseeländischen Parlaments“. (Mit dpa-Material)