Bild: Foto: Alina Meyer

Die Bundesbank soll künftig keine Ein- und Zwei-Cent-Münzen mehr prägen. Das fordern die Grünen. Fraktionsvize Oliver Krischer teilte dies am Freitag (11. Januar) der Saarbrücker Zeitung mit.

„Die Münzen sind komplett überflüssig und hauptsächlich ein Ärgernis in der Geldbörse“, sagt Krischer. Auch in Finnland und Irland würde die Zentralbank keine Ein- und Zwei-Cent Münzen mehr herstellen.

Die Preise im Handel würden sich drastisch ändern

„Diesem Beispiel sollte sich die Deutsche Bundesbank anschließen“, betonte Krischer. In der Folge könne der Handel dann „nur noch abgerundete Preise auszeichnen, also die hinten eine 0 oder 5 stehen haben“.

2018 produzierte die Bundesbank rund 453 Millionen Ein-Cent-Stücke und 479 Millionen Zwei-Cent-Münzen. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen geht hervor.

Centmünzen benötigen 416 Tonnen Kupfer für die Herstellung

Für die Herstellung in den vergangenen drei Jahren wurden laut Saarbrücker Zeitung 416 Tonnen Kupfer und 7026 Tonnen Stahl benötigt. „Das ist schon eine große Verschwendung an Geld, Metallen und Energie“, sagt der Fraktionsvize.

Aktuelle Top-Themen:

Laut RP Online ist das Bargeld bei den Deutschen weiterhin sehr beliebt. Eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigt jedoch: Auf das Kupfergeld würden sie gerne verzichten. Deutlich mehr als die Hälfte der Bürger sprach sich dabei für die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen aus.