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Eltern geben ihren Kindern nicht immer die besten Ratschläge mit auf den Weg. Das musste jetzt ein Mädchen in einem Edeka in Lichtenfels bei Bamberg erleben. Und der Supermarkt sorgt jetzt bei Facebook dafür, dass ganz Deutschland davon erfährt.

  • Edeka-Markt wehrt sich gegen respektlose Mutter
  • Facebook-Post erreicht zahlreiche Menschen

Wenn Kinder nicht das machen, was ihre Eltern von ihnen erwarten, gelten diese schnell als faul. Einem Mädchen im bayerischen Lichtenfels ist offenbar genau das passiert.

Als sie mit ihrer Mutter bei Edeka an der Fleischtheke stand, sagte diese zu ihr wohl sinngemäß: „Wenn du weiter nichts für die Schule lernst, dann stehst du auch mal dort hinten!“

Edeka lässt Beleidgung nicht auf sich sitzen

Und natürlich bekam die Edeka-Verkäuferin hinter dem Tresen den Satz mit. Die Beleidigung saß offenbar tief. Denn am Abend veröffentlichte der Edeka-Markt ein emotionales Statement auf Facebook.

Dieser Post geht an die junge Mutter, welche heute vor unserer Fleischtheke mit dem Finger auf die Verkäuferin gezeigt…

Gepostet von EDEKA Werner – Lebensmittelkompetenz am Obermain am Mittwoch, 29. Mai 2019

Bei Edeka würden nur gut ausgebildete Fachkräfte mit Schulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung arbeiten. Der Markt schreibt: „Wenn Ihr Kind weiterhin nichts lernt, dann steht es in der Schlange am Arbeitsamt!“

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Es folgt eine Standpauke, die sich gewaschen hat: „Und solange Menschen wie Sie, mit dem Finger auf Menschen wie uns zeigen, macht es auch keinen Sinn Ihnen zu erklären, das ein Meistertitel soviel Wert ist wie ein Studium, und eine duale Ausbildung weltweit mehr zählt als ein Abitur.“

Bei Facebook Mitleid mit der Tochter ausgedrückt

Aber auch Mitleid mit der Tochter ist aus den Worten spürbar. Denn einen Abschluss in Empathie, Menschlichkeit und Wertschätzung würde es nicht in der Schule geben. Edeka bietet aber an, das später für die Mutter zu übernehmen.

Anscheinend passieren solche Beleidigungen häufiger, denn der Edeka-Markt schreibt weiter, dass „Menschen wie Sie dann trotzdem mit einem Lächeln bedient“ werden.

Bei den Fans der Facebook-Seite kommt das Statement gut an. Sie schreiben zum Beispiel: „Respekt Edeka! Klasse dass Ihr eurer MA den Rücken stärkt und öffentlich Stellung bezieht.“

Ein anderer Nutzer sagt: „Ein Hoch auf den Chef, der so hinter und für seine Mitarbeiter steht! Da könnten sich andere Chefs eine riesengroße Scheibe abschneiden.“

Immer wieder machen die inhabergeführten Märkte bei Facebook auf sich aufmerksam. Zuletzt hatte ein Supermarkt sich für den Respekt vor den Mitarbeitern ausgesprochen. Es war offenbar immer wieder zu verbalen Attacken gegen die VerkäuferInnen gekommen.

Edeka Deutschland macht gleichzeitig immer wieder mit kontroversen Werbespots auf sich aufmerksam. Zum Muttertag und zum Vatertag gab es je einen Werbespot, die viele Reaktionen hervorgerufen haben.

Andere Supermärkte machten in letzter Zeit eher durch skurrile Produkte auf sich aufmerksam. So gibt es bei Kaufland jetzt Müsli und Nudeln mit Insektenmehl. Und bei Aldi hat ein Kunde nach seinem Einkauf ein Paket mit Drogen in einem Blumentopf gefunden.