Bild: Screenshot RTL

Christian Emde aus Solingen ist tot. Der Mann gehört zu den bekanntesten Gesichtern des Islamischen Staates (IS). Jetzt ist offiziell bestätigt, dass der Terrorist bei einem Angriff in Syrien ums Leben kam.

Medienberichten zufolge ist der Konvertit bereits Ende vergangenen Jahres bei einem Drohnenangriff in Syrien getötet worden. Das berichtet unter anderem RP Online.

Tod von Christian Emde offiziell bestätigt

Aus deutschen Sicherheitskreisen gab es zunächst keine Bestätigung für den Tod Emdes. „Das Auswärtige Amt verfügt diesbezüglich über keine Erkenntnisse“, sagte am Donnerstag (7. März) der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU), der Mitglied im Auswärtigen Ausschuss ist, im Gespräch mit Spiegel Online. Später wurde der Deutschen Presse-Agentur in Berlin der Tod Emdes bestätigt.

Der Solinger gehörte zu den präsentesten Figuren der deutschen Salafisten-Szene. Nach seinem Übertritt zum Islam 2011 habe sich Christian Emde zunehmend radikalisiert.

Wegen Anleitung für Bombe verhaftet

Im Jahr 2011 verhaftete die Polizei ihn in Großbritannien wegen Besitzes von Anleitungen zum Bau einer Bombe zu einer Gefängnisstrafe.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland schloss sich Christian Emde dann erneut dem verbotenen Salafisten-Verein Millatu Ibrahim an. 2013 zog er schließlich in die Bürgerkriegsgebiete des Nahen Endes.

Salafist bedrohte bereits Deutschland

In der vom IS besetzten irakischen Stadt Mossul fungierte der Salafist zu einer Art Sprecher der Terrororganisation. Ende 2014 drohte er seiner alten Heimat Deutschland in einem Interview mit dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Todenhöfer.

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Auch als Rekrutierer des Islamischen Staates soll Christian Emde aktiv gewesen sein. Wie die Bild berichtete, war der Solinger in Syrien mit mehreren Frauen verheiratet. Mit ihnen habe er auch Kinder.