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In der Nacht von Mittwoch (6. Februar) auf Donnerstag kam es zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Zwei mit Spraydosen beladene Güterwaggons gerieten im rheinland-pfälzischen Unkel aus noch ungeklärter Ursache in Brand.

In den Waggons explodierten laut Bundespolizei immer wieder Spraydosen. Möglicherweise lösten heißgelaufene Bremsen das Feuer aus. Insgesamt 120 Einsatzkräfte des Landkreises Neuwied waren vor Ort.

Am frühen Morgen sei das Feuer unter Kontrolle gewesen. Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei gegen 7 Uhr.

Dutzende Menschen evakuiert

Bei dem Brand wurden die Oberleitung, eine Schallschutzwand und beide Waggons beschädigt. Die Höhe der Sachschäden ist noch unbekannt. Der Güterzug hatte Haarspraydosen und andere Hygieneartikel geladen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der Lokführer eines entgegenkommenden Zuges bemerkte den Brand und kontaktierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn.

Wie die Bundespolizei mitteilte, gab es keine Verletzten. Trotzdem mussten 58 Menschen, die in unmittelbarer Nähe wohnen, ihre Häuser verlassen.

Strecke gesperrt

Die Strecke zwischen Linz und dem Röhndorfer Bahnhof bei Königswinter musste gesperrt werden. Wie lange die Strecke gesperrt werden muss, ist noch unklar.

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Die Bundespolizei rechnet mit mindestens zwölf Stunden bis hin zu mehreren Tagen. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. mit dpa-Material