Bild: dpa

In Spanien kam es jetzt zum größten je aufgeflogenen Betrug an Amazon in der Europäischen Union. Ein Mann erleichterte das Unternehmen um 330.000 Euro.

  • Spanier betrügt Amazon mit falschen Rücksendungen.
  • Er füllte seine Pakete mit Erde.
  • Ein Schaden von 330.000 Euro entstand.

Amazon ist einer der größten Versand-Händler Europas. Egal, ob Technik, Mode oder Haushaltsgegenstände. Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt im Amazon-Universum.

Doch nicht alle Produkte erfüllen die Wünsche der Kunden und werden deshalb zurückgeschickt. Allein in Deutschland gingen im vergangenen Jahr 487 Millionen Artikel zurück an den Absender. Vor allem Sonderaktionen wie der Prime Day verlocken die Kunden zu teils unnötigen Käufen. Häufig werden die Rücksendungen gar nicht richtig überprüft, weil das bei der Masse an Paketen so gut wie unmöglich ist.

Amazon: Größter Betrug in der EU

Ein junger Spanier hat sich genau das jetzt zunutze gemacht, wie der Stern berichtet. Er erleichterte Amazon um rund 330.000 Euro. Der Schaden ist der bislang größte Betrug in der EU, berichtet die Webseite Tamebay.

Das Vorgehen des jungen Spaniers war dabei relativ simpel. Wenn ein Paket zurück an Amazon geschickt wird, wird dort das Gewicht und nicht der Inhalt überprüft. Das ist aber nicht das einzige Problem bei den Sendungen. Im Februar bekamen dutzende Kunden Produkte, die sie gar nicht bestellt hatten.

Spanier befüllt Pakete mit Erde

Der Mann bestellte also Produkte, entnahm diese und füllte das Paket danach mit Erde. Und zwar so lange, bis das Päckchen genau so schwer war, wie es angekommen ist. Im Anschluss daran schickte der Spanier die Sendung zurück zu Amazon.

+++ Facebook: Unternehmen ließ offenbar Sprachaufnahmen aus Messenger-Chat abhören +++

Die Masche funktionierte. Denn Amazon überprüft zunächst routinemäßig das Gewicht. Stimmt das mit dem Ursprungsgewicht des Päckchens überein, wird die Rückzahlung veranlasst.

Schaden von 330.000 Euro für Amazon

Der Mann aus Spanien verkaufte die erbeuteten Gegenstände weiter, darunter auch iPhones im Wert von etwa 1.000 Euro. Insgesamt entstand so ein Schaden von etwa 330.000 Euro.

Die Masche flog erst auf, als die vergleichsweise hohen Rückgabequoten bei Amazon auffielen. Der Konzern veranlasste eine manuelle Prüfung, so der Stern.

Der Täter wurde verhaftet.

Amazon hat immer wieder mit Betrugsmaschen zu kämpfen. So versuchen Betrüger immer wieder an die Daten der Kunden zu kommen und nutzen dafür so genannte Phishing-Methoden. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich Fake-Shops und Mails aber leicht identifizieren.