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Bei einem Verkehrsunfall am Freitagmittag auf der A9 in Richtung Berlin  wurde eine Autofahrerin schwer verletzt. Ihre Beifahrerin zog sich eine leichte Verletzung zu. Ein Rettungshund wurde überfahren.

Die beiden Frauen – eine 35-jährige aus Plauen und eine 37-jährige aus dem Landkreis Greiz – fuhren auf der A9 in Richtung Berlin. Kurz vor dem Hermsdorfer Kreuz kam es dann zum Unfall.

Lkw zog einfach nach links raus

Sie fuhren auf der mittleren Spur, als plötzlich vor ihnen ein Lkw nach links fuhr. Er wollte offenbar seinen Vordermann überholen.

Um nicht auf den Lkw aufzufahren, wechselte die Fahrerin auf die linke Spur – nichtsahnend, dass sich eine Familie näherte. Die beiden Wagen kollidierten, wobei der Pick-Up der beiden Frauen ins Schleudern geriet und gegen die rechte Leitplanke prallte. Der Wagen überschlug sich und landete schließlich im Straßengraben.

Frauen hatten Rettungshunde geladen

Beide Frauen gehören zur Rettungshundestaffel Ostthüringen und waren privat mit ihren Rettungshunden (Flächensuchhunde) unterwegs.

Die Transportbox mit den zwei Weimaranern und einem Welpen stand auf dem Pick-Up.
Durch den Unfall löste sich die Box vom Auto, landete ebenfalls im Straßengraben und öffnete sich. Während der Welpe durch ein dahinter fahrendes Begleitfahrzeug der Rettungshundestaffel unverletzt in Obhut genommen werden konnte, liefen die beiden Weimaraner von der Unfallstelle davon. 

Sie liefen auf der A9 dem Verkehr entgegen. Leider wurde einer von ihnen nach nur rund zwei Kilometern von einem Auto erfasst. Der Rettungshund starb noch vor Ort.

Der zweite Hund lief einer Familie in der nahen Ortschaft Eineborn zu und wurde in Obhut genommen.

Autofahrerin verletzte sich schwer

Die 35-jährige Autofahrerin musste von der Feuerwehr aus dem völlig zerstörten Fahrzeug gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden. Ihre Beifahrerin zog sich leichte Verletzungen zu. In der beteiligten Familie kam niemand zu Schaden.

Im Stau nach dem Unfall ereignete sich ein Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen, bei dem niemand verletzt wurde. Jedoch musste die Fahrbahn während der Bergung gesperrt werden.

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Bei dem Unfall entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von 30.000 Euro.