Nach der tödlichen Attacke auf einen 14-Jährigen in Duisburg hat die Polizei einen weiteren Mann festgenommen. Der 53-jährige Dortmunder soll an der blutigen Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag (21. April) mit. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Der 53-jährige Mann aus Dortmund hatte sich am Donnerstag (20. April) in Begleitung eines Anwalts bei der Polizei gestellt. Zuvor waren die Ermittler bereits in seiner Wohnung in Dortmund gewesen. Den Tatverdächtigen hatten sie nicht angetroffen. Die Wohnung wurde durchsucht und das Auto des Dortmunders sichergestellt. Bei dem Mann handelt es sich um den Vater des 27-Jährigen, der bereits seit Mittwoch in Untersuchungshaft sitzt.

Die Polizei durchsuchte am Donnerstag die Wohnung eines weiteren Tatverdächtigen (30) in Marxloh. Der Mann war nicht zu Hause und erschien später mit seinem Rechtsbeistand bei der Polizei. Der 30-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Ein dringender Tatverdacht ließ sich nicht erhärten. Der Mann durfte nach seiner Vernehmung gehen.

Der 53-jährige Dortmunder soll nach Hinweisen an dem Streit vom letzten Sonntag (16. April) beteiligt gewesen sein, in dessen Verlauf ein Junge (14) getötet und zwei Männer leicht verletzt wurden. Wer den Jungen tödlich verletzt hat, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Obduktion hatte ergeben, dass der Junge an den Folgen eines Stichs in den Rücken gestorben war.

Männer stehen am 18.04.2017 in Duisburg-Marxloh (Nordrhein-Westfalen) vor dem Tatort. Zwei Tage nach dem tödlichen Angriff auf einen 14-Jährigen in Duisburg sind die Hintergründe weiter unklar. Auch von den Tätern fehlt nach wie vor jede Spur. Sie seien nach der blutigen Auseinandersetzung im Stadtteil Marxloh unerkannt entkommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. (ACHTUNG: Die Personen wurden aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen unkenntlich gemacht) Foto: Marcel Kusch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Männer stehen am 18.04.2017 in Duisburg-Marxloh (Nordrhein-Westfalen) vor dem Tatort. Foto: Marcel Kusch/dpa