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Raucher, die ihre Zigarette auf die Straße schnippen, müssen in NRW bald mit höheren Strafen rechnen.

Wie der WDR berichtet, arbeitet die Landesregierung bereits an einem „Bußgeldkatalog Umwelt“. Darin werden Strafen für Umweltvergehen – wie illegale Müllentsorgung – empfohlen. Letztlich legen die Kommunen aber selbst die Höhe des jeweiligen Bußgeldes fest.

100 Euro für die Zigarette auf der Straße

Bisher kosten die weggeschnippten Kippen gerade einmal 25 Euro. Doch diese Strafe soll sich bald vervierfachen. Dann soll eine auf der Straße entsorgte Zigarette 100 Euro kosten.

Die Zigarettenstummel am Boden sind nicht nur sehr unschön anzusehen, sie stellen auch ein großes Problem für die Umwelt dar: Der Abbau der Filter kann bis zu 15 Jahre dauern. Außerdem enthalten sie Schadstoffe wie Kupfer, Arsen und Blei. Das belastet Böden und Grundwasser.

Zigarettenstummel kann 500 bis 1000 Liter Wasser verunreinigen

Viele Raucher wüssten nicht, dass eine weggeworfene Zigarette zwischen 500 und 1000 Liter Wasser verunreinigen könne, sagte
Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) der Zeitung Kölner Stadt-Anzeiger.

„Angesichts der Verschmutzung öffentlicher Plätze, Straßen und Gehwege durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sehe ich die Kommunen in der Pflicht, diese unzulässige Abfallentsorgung zu ahnden“, zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger die Umweltministerin weiter.

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Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 2017 landen weltweit bis zu zwei Drittel aller Kippen auf dem Boden.