Was die Interviewer nicht fragen dürfen

Warnung vor Zensus 2022 in NRW: „Falsche“ Fragen decken hinterlistigen Betrug auf

Die Volkszählung „Zensus“ steht 2022 in Deutschland an. Ausgewählte Personen bekommen deshalb Besuch von Interviewern, welche bestimmte Daten abfragen.

NRW – Für Deutschland steht ab dem 15. Mai 2022 ein ziemlich großer Verwaltungsakt an: der sogenannte Zensus. Die moderne Volkszählung findet auf Basis von bereits hinterlegten Daten, und Werten aus Wohnungsbefragungen statt. Dabei dürfen die Interviewer nicht alles fragen. Dennoch herrscht eine Auskunftspflicht.

Land Deutschland
BundeslandNordrhein Westfalen
ThemaZensus 2022

Zensus 2022: Wie Trickbetrüger die Volkszählung für sich ausnutzen

Bei der Volkszählung in NRW und Deutschland werden Daten zum Bildungsstand, der Familie und der Wohnung gestellt. Es geht darum, statistisch festzuhalten, wie viele Menschen wie in Deutschland leben und arbeiten. Nicht geht es darum, sensible Daten herauszufinden.

Falls ein vermeintlicher Interviewer nach privaten Dingen fragt, sollte Vorsicht geboten sein. Es könnte sich um einen Betrüger handeln (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Volkszählung in NRW: Diese Dinge dürfen Interviewer beim Zensus nicht fragen

Am Anfang der Befragung weist sich ein seriöser Interviewer mit einem speziellen Zensus-Ausweis in Kombination mit einem Lichtbildausweis aus. Danach geht es mit den standardisierten Zensus-Fragebögen weiter. Dinge, nach denen der Interviewer nicht fragen darf:

  • Sozialversicherungsausweisnummer
  • Sozialversicherungsnummer
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Unterschrift
  • Geld
  • persönliche Benutzerkennungen
  • persönliche Passwörter
  • Bank-, Kreditkarten
  • Kontoinformationen
  • E-Mail-Adresse
  • Geplante Urlaube
  • Teilnahme an Verlosung oder Gewinnspiel
  • Belohnung, Geschenk

Falls ein vermeintlicher Zensus-Interviewer nach solchen Informationen fragt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Betrüger, der die sensiblen Daten für eigene Zwecke nutzen möchte. Der Fall sollte umgehend bei der Polizei gemeldet werden. Tipp: Man muss den Zensus–Interviewer außerdem nicht in die Wohnung lassen.

Der Zensus findet 2022 in Deutschland statt. Bürger sollten sich vor falschen Fragen in Acht nehmen.

Zensus 2022: Wie Trickbetrüger versuchen private Informationen zu bekommen

Betrüger, die die Volksbefragung ausnutzen, rufen an, schreiben E-Mails oder kommen ohne Anmeldung zu einer vermeintlichen Befragung vorbei, wie merkur.de berichtet. Das alles sind laut dem Zensus-Faktencheck Indizien für eine Masche von Betrügern.

Die echten Interviewer kommen erst, nachdem ein Brief von der Zensus-Stelle zugestellt wurde, in dem ein Terminvorschlag für die Befragung steht. Auch Informationen zum Einkommen oder dem Impfstatus werden nicht erfragt.

Impfgegner oder Reichsbürger nutzen Zensus um Fakenews zu streuen

Neben Dieben oder Betrügern, die sich durch Zensus den Zugang zu sensiblen Daten erhoffen, gibt es auch Menschen, die gezielt oder versehentlich falsche Informationen streuen, zum Beispiel um die Bevölkerung zu verunsichern. Beliebt ist da auch das Thema Datensicherheit.

Einige Menschen behaupten, die Daten seien nicht richtig vor einem Hackerangriff geschützt. Laut der Bundesregierung sind die Zensusdaten umfangreich geschützt und sind am Ende nicht mehr auf einzelne Personen zurückzuführen.

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