Revier-Romantik

Ruhrgebiet: Nächtliche Beleuchtung von Revier-Wahrzeichen gefordert

Bergleute und Marketingexperten wollen Wahrzeichen des Ruhrgebiets in Szene setzen.

Ruhrgebiet – Das Ruhrgebiet ist für zahlreiche Industriegebäude und ehemalige Zechen bekannt. Sie bilden die Geschichte der Region und die Industriekultur des Reviers ab. Bergmann Jörg Laftsidis (SPD) sitzt im Stadtrat Bochum und wünscht sich eine Beleuchtung der Zeche Carolinenglück. Auch andere Stimmen fordern mehr Aufmerksamkeit für die Industriedenkmäler im Ruhrgebiet.

Ruhrgebiet: Beleuchtung von Industriedenkmälern – Werbung für das Ruhrgebiet

Eine Beleuchtung von Industriegebäuden und Fördergerüsten alter Zechen könne eine „Werbung fürs Revier“ sein, so Laftsidis. Nicht nur er fordert mehr Beleuchtung von Industriedenkmälern. Auch der Bergmann Klaus Herzmanatus äußert sich gegenüber der Bild, dass das Ruhrgebiet es bisher nicht schaffe, die Wahrzeichen angemessen in Szene zu setzen.

Eine Beleuchtung der Wahrzeichen würde auch die Sichtbarkeit der Gebäude über weite Distanzen ermöglichen. Aus diesem Grund spricht sich auch der Sprecher des Ruhrtourismus für die Illumination der Fördergerüste aus.

Hartmut Holzmüller, Professor für Marketing an der TU Dortmund, betont zudem die identitätsstiftende Wirkung dieser Denkmäler für die Region in NRW. Die Fördergerüste seien in der Nacht nicht mehr zu sehen, sodass Vorbeifahrende die historischen Denkmäler gar nicht wahrnehmen können.

Ruhrgebiet: Beleuchtete Wahrzeichen – Fördergerüste müssten erst saniert werden

Die Stiftung Industriedenkmalpflege teilte in Bezug auf die Forderungen mit, dass viele Denkmäler zunächst saniert werden müssten. Eine Illumination mit Licht sei grundsätzlich möglich. Dr. Marita Pfeiffer, die Sprecherin der Stiftung, betont jedoch auch die Priorität des Denkmals bei der Lichtinstallation. Die Beleuchtung müsse demnach „möglichst unauffällig“ sein (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Für die Zeche Ewald in Herten sei nach Angaben der Verantwortlichen für die Entwicklung des Geländes die Planung für ein Beleuchtungskonzept bereits einkalkuliert.

Rubriklistenbild: © Patrik Stollarz/AFP

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