Nach Kinderporno-Fund bei Mann (83) in Wuppertal: Rentner begeht offenbar Suizid

Suche nach Kinderleichen in Wuppertal. Foto: dpa
+
Suche nach Kinderleichen in Wuppertal. Foto: dpa

Bei einem Rentner (83) aus Wuppertal hat die Polizei neben Kinderpornografie viele Zeitungsartikel über vermisste Kinder gefunden. Jetzt ist der tot.

Nachdem die Polizei bei einem 83-jährigen Rentner aus Wuppertal neben umfangreicher Kinderpornografie zahlreiche Zeitungsartikel über vermisste Kinder gefunden hat, ist der Mann jetzt tot.

  • Polizisten gruben den Garten des Wuppertalers um, um belastendes Material oder gar Kinderleichen zu finden.
  • Der Rentner saß vorläufig in Untersuchungshaft.
  • Jetzt ist der 83-Jährige tot in seinem Haus gefunden worden.

Update, Montag (5. August),12.12 Uhr: Der Mann (83), gegen den die Polizei seit dem 25. Juni dieses Jahres wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie ermittelt, ist tot.

Am Samstag (3. August) fand ein Freund den Beschuldigten tot in seinem Haus. Die Polizei geht von einem Suizid aus. "Nach Untersuchungen des Fundortes und des Leichnams durch die Kriminalpolizei konnten keine Hinweise auf ein Fremdverschulden erlangt werden", heißt es am Montag in einer Mitteilung der Polizei.

Die Auswertung des kinderpornografischen Materials dauere an.

Polizei sucht im Garten nach verschwundenen Kindern

Update, Dienstag (2. Juli), 8.56 Uhr: Die Polizei ist kurz davor die Grabungsarbeiten abzuschließen. Bisher hat sie noch nichts gefunden.

Update, Montag (1. Juli), 9.57 Uhr: Auch heute gehen die Grabungsarbeiten in dem Garten des Rentners weiter. Bagger und Leichenspürhunde sind im Einsatz.

Update, Freitag (28. Juni) 14.51 Uhr: Die Polizei gräbt zur Zeit den Garten des 83-Jährigen Wuppertalers um. Mit Baggern und Leichenspürhunden suchen sie nach vermissten Kindern. Grund dafür sind Zeitungsartikel von verschwundenen Kindern, die die Polizei in einem Safe entdeckt hat. Daraufhin starteten die Polizisten eine aufwendige Suchaktion. Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert betonte allerdings am Freitag, dass man keine Beweise habe, ob der Rentner etwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat.

Rentner bewahrte Kinderpornos in Safe auf

Ursprungsmeldung, Donnerstag (27. Juni), 16.44 Uhr: Die Zeitungsartikel und auch die Kinderpornographie bewahrte der Mann in einem Safe auf. Der Rentner hatte in der Vergangenheit Schülern ehrenamtlich bei Hausaufgaben geholfen. Zur Zeit gibt es keine Hinweise, dass der Mann die Kinder sexuell missbraucht hat.

Besorgniserregend ist der Fund dennoch in jeder Hinsicht - besonders, vor dem Hintergrund der schweren Vergewaltigungs- und Missbrauchstaten von Lügde.

Wuppertal: Grundstück soll umgegraben werden

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beteuert der Rentner aber, nie einem Kind etwas angetan zu haben. Dennoch überlege man nun, das Grundstück des Wuppertalers umzugraben.

+++ Abschlussfeier: 17-Jähriger kommt mit Maske und Machete +++

Bisher fanden Polizisten 50 Festplatten mit umfangreichem Bildmaterial. Eine erste Sichtung ergab, dass sich bei den Bildern auch um Kinderpornografie handelt. Außerdem fanden die Beamten einen scharfen Revolver und Teile einer Panzerabwehrrakete - allerdings ohne Sprengkopf.

+++ Angela Merkel erleidet zweiten Zitteranfall in wenigen Wochen +++

Ebenfalls ins Visier der Ermittler geriet der in Dortmund lebende Sohn des Rentners. Im ehemaligen Kinderzimmer des 52-Jährigen fanden die Ermittler ebenfalls Bildmaterial. Bei der Durchsuchung seiner Dortmunder Wohnung sei aber nichts gefunden worden. Mit dpa-Material