Stadt Wuppertal reagiert

Verwirrte Frau löst Rattenplage aus: Fast 400 Kinder dürfen nicht mehr nach draußen

Die Stadt Wuppertal kämpft derzeit gegen eine Rattenplage.
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Die Stadt Wuppertal kämpft derzeit gegen eine Rattenplage.

In Wuppertal herrscht derzeit Ärger um eine Rattenplage, die eine offenbar verwirrte Frau ausgelöst hat. Fast 400 Kinder dürfen nicht mehr nach draußen.

  • Im Stadtteil Ronsdorf in Wuppertal haben die Anwohner aktuell mit einer Rattenplage zu kämpfen.
  • Grund für die vielen Ratten soll massenhaft verteiltes Vogelfutter sein.
  • Die Stadt versucht die Lage seit Tagen unter Kontrolle zu bringen.

Wuppertal - In größeren Städten kommt es immer wieder zu einem vermehrten Aufkommen von Ratten. Die ungeliebten Nagetiere werden in der Regel von alten Essensresten, Abfällen und anderem herumliegenden Unrat angelockt. In Wuppertal herrscht aktuell sogar eine regelrechte Rattenplage - die Stadt kämpft dagegen an.

Rattenplage in Wuppertal: Fast 400 Kinder dürfen nicht mehr draußen spielen

Wie der WDR berichtet, wurde bereits am Dienstag (3. März) der Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule an der Ferdinand-Lasalle-Straße in Wuppertal-Ronsdorf bis auf Weiteres geschlossen. Die rund 290 Kinder dürfen den Schulhof laut Angaben der Stadt nicht mehr betreten. Wegen der vielen Ratten müssen sie ihre Pausen auf Spielplätzen in der Nähe verbringen.

Im Zuge der Maßnahmen dürfen auch die rund 100 Kinder einer Kindertagesstätte schon seit einigen Tagen nicht mehr draußen spielen. Ratten sind bekanntermaßen Überträger gefährlicher Krankheiten - das Infektionsrisiko für die Kita-Kinder sei zu hoch, teilte die Stadt Wuppertal gegenüber dem WDR mit.

Verwirrte Frau hat offenbar Rattenplage in Wuppertal  ausgelöst

Doch was hat die große Rattenplage in Wuppertal so plötzlich ausgelöst? Laut dem Bericht soll eine offenbar verwirrte Frau in der Umgebung der Grundschule und der Kindertagesstätte große Mengen an Vogelfutter verteilen. Damit habe die Frau die Ratten unweigerlich angelockt. Die Stadt lässt das Gelände mittlerweile zweimal täglich reinigen. Solange vor Ort Unmengen von Futter herumliegen, hätten Kammerjäger mit ihren Ködern keine Möglichkeit, die Rattenplage zu stoppen.

Stadt Wuppertal versucht rechtliche Schritte gegen Frau einzuleiten

Unterdessen habe man mehrfach versucht, die Frau davon abzubringen, das Vogelfutter so massenhaft zu verstreuen - doch ohne Erfolg. Auch verhängte Bußgelder und Platzverweise durch das Ordnungsamt konnten sie nicht zur Einsicht bewegen.

Video: Rattenplage in Deutschland - gefährliche Krankheiten drohen

Die Stadt prüft nun, welche weiteren rechtlichen Schritte gegen die offenbar verwirrte Frau vorgenommen werden können. Der Versuch, sie in eine psychiatrische Klinik einzuweisen, sei bereits gescheitert. 

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