Verordnung gilt ab sofort

Corona-Regeln: NRW-Stadt erlässt Kontaktsperre für private Wohnungen

In vielen Städten in NRW gelten ganz unterschiedliche Corona-Regeln. Wuppertal hat nun als erste Stadt eine Kontaktbeschränkung für Privaträume verhängt.

Wuppertal – Jede Kommune in NRW kann neben den allgemeinen Corona-Beschränkungen eigene Verfügungen erlassen, um die Infektionslage endlich besser in den Griff zu bekommen. In Wuppertal ist das bitter nötig: Denn mit einem Inzidenzwert von rund 114 Infektionen pro 100.000 Einwohner in der Woche liegt die Stadt auf Platz drei der Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen. Schlimmer ist die Lage derzeit nur noch in Hagen (177) und im Kreis Höxter (150) (Stand 3. Februar).

StadtWuppertal
Einwohner355.000 (2019)
OberbürgermeisterUwe Schneidewind (Grüne)

Wuppertal (NRW): Neue Corona-Regel schränkt Treffen in privaten Wohnungen ein

Deshalb sollen die Corona-Regeln in Hagen nun nochmals verschärft werden, um dem Inzidenzwert von 50 schneller näherzukommen. Doch was tun, wenn draußen bereits alle möglichen Einschränkungen gelten? Richtig: Die Kontakte auch in privaten Wohnungen einschränken.

Genau das macht die Stadt Wuppertal mit einer neuen Allgemeinverfügung (PDF) vom Mittwoch (3. Februar). Darin steht: „Private Zusammenkünfte innerhalb einer Wohnung dürfen mit einem weiteren Hausstand, dann jedoch mit maximal fünf Teilnehmenden, stattfinden.“ Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Das ist ein weiterer drastischer Schritt, denn diese Regelung galt bislang nur für Treffen im Freien.

Hintergrund seien die nur langsam sinkenden Corona-Infektionszahlen in der Stadt, sagte eine Sprecherin der dpa. Da die Regel nicht kontrolliert werden kann, hat sie vor allem einen appellativen Charakter. „Die Vorschrift soll den Ernst der Lage deutlich machen“, sagte die Sprecherin. Die neue Regel gilt ab sofort und bis zum 14. Februar (Sonntag).

Corona-Regel in Wuppertal: Kontaktbeschränkung galt in NRW bereits an Weihnachten

Diese Corona-Regel gab es in NRW zuletzt an Weihnachten und Silvester. Damals waren ebenfalls 5 Personen aus zwei Haushalten erlaubt, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. Ohne Anlass in privaten Räumen kontrollieren soll und darf die Polizei aber nicht ohne weiteres. Melden die Nachbarn aber etwa eine verbotene Feier, sieht das anders aus – und die Betroffenen müssen mit drastischen Geldstrafen rechnen.

Der aktuelle Corona-Lockdown in NRW dauert vorerst noch bis zum 14. Februar. Vorher wollen Bund und Länder darüber debattieren, wie es anschließend weitergeht. Während die Neuinfektionen zurückgehen, werden auch im Ruhrgebiet jedoch immer wieder mutierte Varianten des Coronavirus festgestellt (alle News zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker).

Rubriklistenbild: © Oliver Berg

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