Brutale Attacke

Amazon-Paketzusteller verprügelt Ladenbesitzer: "Du wirst in deinem Blut ersaufen!"

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Amazon-Paketzusteller schlägt Ladenbesitzer brutal zusammen

Ein Amazon-Paketzusteller hat völlig die Nerven verloren und drohte einem Ladenbesitzer in Wuppertal. Anschließend schlug er ihn krankenhausreif.

  • Weil ein Amazon-Lieferant ein Geschäft zweimal anfahren musste, rastete er aus.
  • Mit einem Komplizen verprügelte er den Ladenbesitzer heftig.
  • Der hat nun Angst, alleine im Geschäft zu sein.

Wuppertal - Ein Amazon-Paketzusteller hat komplett die Nerven verloren und seine Wut an einem Ladeninhaber in Wuppertal ausgelassen. Der Zusteller musste das Geschäft zweimal anfahren - das war ihm zu viel und schlug den Ladeninhaber krankenhausreif.

Amazon-Paketzusteller droht Ladenbesitzer in Wuppertal

Einen Tag vor Weihnachten im vergangenen Jahr wollte der Amazon-Paketzusteller eine Lieferung in dem Geschäft von Peter Schulte abliefern. Der hatte sein Geschäft allerdings über die Mittagszeit geschlossen. 

Als der Ladeninhaber den Paketzusteller des Ladens verwies, fing der Amazon-Lieferant an, Schulte zu beschimpfen. Mit der Drohung "Du wirst in deinem Blut ersaufen" verließ der Zusteller verärgert das Geschäft.

Wuppertal: Die Tür flog auf und die Männer schlugen mehrfach auf ihn ein

Kurze Zeit später tauchte er wieder auf - diesmal mit Verstärkung. Dem WDR erzählte Peter Schulte, dass die Tür aufflog und die zwei Männer sofort auf ihn einschlugen. Selbst als er auf dem Boden lag, haben sie weiter auf ihn eingetreten. Erst als ein Kunde das Wuppertaler Geschäft betrat, haben die Männer von ihm abgelassen.

Das Ende vom Lied: eine kaputte Brille, zerstörtes Inventar, zwei gebrochene Rippen und eine Gehirnerschütterung. Der 68-Jährige musste in ein Krankenhaus eingeliefert und behandelt werden. Die Polizei Wuppertal konnte die beiden Männer festnehmen. Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Amazon entschuldigt sich - aber erst als die Presse nachhakt

Peter Schulte und seine Tochter haben sich indes bei Amazon beschwert, der Onlineversandhändler reagierte allerdings erst auf eine Pressanfrage des WDR. In dem Statement, das dem WDR vorliegt, heißt es: "Das ist ein unentschuldbarer Vorfall. Dieses Verhalten entspricht nicht den hohen Ansprüchen, die wir an unsere Lieferpartner haben. Diese Person liefert keine Amazon-Pakete mehr aus." 

Video: Paketzusteller - so hart ist der Job wirklich

Außerdem will der Versandhändler, der kürzlich um eine sechsstellige Summe betrogen wurde, die Kosten für die verursachten Schäden übernehmen. Auch der Subunternehmer meldete sich mit Blumen und Pralinen bei dem Geschäftsinhaber Schulte. Beruhigt ist der allerdings nicht.

Er fühlt sich seit dem Vorfall nicht mehr sicher in seinem Geschäft in Wuppertal - die Tochter unterstützt ihn seither. Die Schultes befürchten, dass es wegen des großen Drucks auf die Paket-Fahrer immer wieder zu solchen Situation kommen könne.

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