Dürre in NRW

Riesiger Waldbrand bei Dortmund – Feuerwehr fährt Großeinsatz

Die große Dürre im NRW-Sommer 2022 sorgt jetzt auch im Ruhrgebiet für Waldbrände. In der Nacht zu Donnerstag gab es südlich der Ruhr Flammen.

Witten – Ein etwa 2500 Quadratmeter großer Waldbrand in Witten bei Dortmund hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Löscheinheiten aus fünf Orten bekämpften in der Nacht zu Donnerstag (25. August) ab circa 23 Uhr die Flammen vier Stunden lang, wie die Feuerwehr mitteilte.

Datum des WaldbrandsMittwoch, 24. August
OrtWitten, Bommerholzer Straße, Pastorathbusch, Trienendorfer Straße
Einsatzkräfte der FeuerwehrCirca 70

Waldbrand südwestlich von Dortmund: Feuerwehr Witten kämpft gegen Flammen

Der Brand war im Bereich Bommerholzer Straße entfacht, einige Kilometer südlich des Kemnader Sees in Bochum und Witten. Das Gebiet liegt etwa zehn Kilometer südwestlich der Dortmunder Stadtgrenze. Erst Anfang August war südlich von Dortmund, zwischen Altena und Iserlohn, ein großer Waldbrand ausgebrochen.

Großer Waldbrand bei Dortmund: Feuerwehr in Witten muss Feuer in Wald nahe Kemnader See löschen

In Witten versuchten die Einsatzkräfte zunächst das Feuer allein zu löschen, dann baten sie Einheiten in der Nähe um Unterstützung, da die Löscharbeiten unter anderem durch das unwegsame, teils steile Gelände deutlich erschwert wurden. Allein die zur Hilfe gekommene Feuerwehr aus Wetter stellte 70 Einsatzkräfte. Die Brandursache war am Morgen noch unbekannt.

Immer wieder kam es im Ruhrgebiet und Umgebung im Sommer 2022 zu Waldbränden. Hier brannten die Wälder zuletzt:

  • Dorsten (25.000 Quadratmeter)
  • Lüdenscheid (35.000 Quadratmeter)
  • Witten (Circa 500 Quadratmeter)
  • Extertal, Kreis Lippe
  • Attendorn, Kreis Olpe (3000 Quadratmeter)

Zwar begünstigt die Dürre die Feuer-Ausbrüche enorm, ausschlaggebend für Waldbrände ist letztlich aber menschliches Fehlerverhalten oder gar Brandstiftung, wie es von den Feuerwehren oft heißt. Um das Risiko zu minimieren, müsste es in NRW wieder öfter und anhaltend regnen – zumindest für das Wochenende erwartet der DWD in NRW etwas Regen sowie Gewitter.

Um Waldbrände in NRW künftig besser und schneller zu stoppen, will die Schwarz-Grüne Landesregierung Videokameras in Wäldern anbringen. Außerdem sind weitere Maßnahmen vorgesehen – und zwar:

  • Waldbrandschutzstreifen sollen eine Ausbreitung der Feuer verlangsamen oder möglichst ganz verhindern. Die Streifen können durch schwer entflammbare Laubbäume oder Schneisen ohne Bewuchs gebildet werden.
  • Löschteiche sollen saniert oder weiter ausgebaut werden. Nicht alle Waldstücke liegen in der Nähe einer Wasserquelle.
  • Damit die Feuerwehr im Ernstfall gut zum Brand durchkommt, sollen die Waldwege rund 3,5 Meter breit sein, für 32 Tonnen schwere Fahrzeuge befahrbar und in der Höhe ein sogenanntes Lichtraumprofil von rund 4,5 Meter lassen, sodass auch hohe und breite Einsatzfahrzeuge gut durchkommen.
  • Damit in Extremsituationen wie beim Waldbrand alles möglichst reibungslos funktioniert, sind regelmäßige gemeinsame Übungen von Forstmitarbeitenden und Feuerwehren vorgesehen.

Das Problem: 65 Prozent der Wälder in NRW befinden sich in Privatbesitz, was das Vorhaben der Landesregierung erschwert. Mit DPA-Material

Rubriklistenbild: © Carsten Schmidt/Feuerwehr Bleckede/dpa/Symbolbild

Mehr zum Thema