Klimawandel

NRW: Deutscher Wetterdienst sieht beunruhigende Sommer-Tendenz

Der Sommer 2022 ist noch nicht zu Ende und doch kann der Deutsche Wetterdienst schon jetzt eine alarmierende Aussage treffen.

NRW – Viele Menschen in NRW erfreuen sich an den hohen Temperaturen und warmen Sommertagen. Andere wünschen sich in diesem Sommer wesentlich mehr Niederschläge, denn die Waldbrandgefahr ist vielerorts alarmierend. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht den Sommer 2022 als Indiz für die klimatischen Folgen der Erderwärmung.

BehördeDeutscher Wetterdienst (DWD)
HauptsitzOffenbach am Main
Gründung1952

NRW: Deutscher Wetterdienst ist alarmiert – Anzahl an Sommer- und Hitzetagen bereits erreicht

Der diesjährige Sommer ist in weiten Teilen Deutschlands erneut zu heiß. Das geht aus einem Vergleich sogenannter Sommer- und Hitzetage mit Mittelwerten aus dem Zeitraum von 1961 bis 1990 sowie 1991 bis 2020 hervor.

Obwohl erst zwei Drittel des Sommers vorbei sind, ist bereits jetzt „das Soll“ des Sommers erreicht, teilt der DWD mit. Im Jahr 2022 gab es bislang insgesamt 27 Sommer- und 9 Hitzetage. Vergleicht man die Anzahl mit den Daten der Vorjahre, sind das deutlich mehr als in der Vergangenheit.

Um Wetterveränderungen zu untersuchen, sehen sich Meteorologen in den unterschiedlichen Jahreszeiten sogenannte klimatologische Kenntage an. Unter diesem Begriff verstehen die Wetterexperten im Winter alle Frost- und Eistage, an denen die Temperatur unter 0 Grad liegt. Im Sommer werden hingegen alle Sommer- und Hitzetage registriert. An Sommertagen erreicht die Temperatur mindestens 25 Grad. Hitzetage zeigen typischerweise eine Temperatur von mehr als 30 Grad an.

NRW: Diesjähriger Sommer wieder zu heiß – Regionen unterschiedlich stark von Hitze betroffen

Der DWD stellt bereits seit den 1980er Jahren einen deutlichen Anstieg an Sommer- und Hitzetagen in Deutschland fest. Dabei werden an immer mehr Tagen Temperaturen von über 30 Grad gemessen. In Deutschland sind allerdings nicht alle Regionen gleich stark von Hitze und Trockenheit betroffen. Zuletzt hat eine Stadt im Ruhrgebiet den Hitzerekord am bislang heißesten Tag des Jahres (19. Juli) geknackt.

Zwischen Süd- und Norddeutschland lassen sich deutliche Unterschiede in der Anzahl der Sommertage feststellen. So sind Regionen rund um die französische Grenze im Westen des Landes von zunehmender Hitze und Trockenheit geplagt. Im Durchschnitt erreichte die Temperatur hier an mehr als 40 Tagen im Jahr die sommerliche 25-Grad-Marke.

Der Rhein in Düsseldorf trocknet im Sommer stark aus.

In NRW sind es im Schnitt 20 bis 30 Sommertage. Nur in Küstennähe sind hochsommerliche Temperaturen noch eher selten zu verzeichnen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Die Serie an warmen Tagen bricht auch in den kommenden Wochen nicht ab, so der DWD. Es könnten zudem im August wieder besonders heiße Tage folgen. Künftig ist also mit mehr Sommer- und Hitzetagen im Jahr zu rechnen.

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago

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