Wut auf Regenbogenfarben

Mann weigert sich mit Regenbogen-ICE zu fahren – Antwort der Bahn setzt klares Statement

Regenbogen-ICE der DB Richard Lutz Vorsitzender
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„Que(e)r durch Deutschland“ heißt das Motto, unter dem die Bahn den Regenbogen-ICE vorstellt. Im Bild: Richard Lutz, Vorsitzender der Deutschen Bahn.

Mit einem Regenbogen-ICE setzte die Bahn ein weiteres Zeichen für Toleranz und Respekt. Das sorgte für heftige Kritik und Beschimpfungen im Netz. Doch die Bahn zeigt sich unbeeindruckt.

Berlin – Mit einem ICE in Regenbogenfarben hatte die Deutsche Bahn am 9. Juli für einiges Aufsehen gesorgt: Ein ICE mit aufgeklebten Regenbogen-Streifen sorgte in den sozialen Netzwerken zu teils heftiger Kritik. Das Social-Media-Team der Bahn ließ das allerdings ziemlich unbeeindruckt.

Neuer ICE mit Regenbogenfarben verkehrte

Auf Twitter hatte ein User in einem inzwischen gelöschten Tweet die Deutsche Bahn aufgefordert bekanntzugeben, wann und wo dieser ICE zum Einsatz komme. Denn: In seinen Augen sei die Aktion eine Diskriminierung von Heterosexuellen und er weigere sich den Zug zu benutzen, so der Nutzer.

Die Antwort der Bahn ließ allerdings nicht lange auf sich warten: „Laufen soll sehr gesund sein. Viel Vergnügen!“ Daraufhin löschte der Mann seinen Kommentar wieder.  

Der Regenbogen-ICE war eine spontane Idee 

Der am Freitag (9. Juli) in Berlin vorgestellte ICE soll in Zukunft auf dem Schienennetz der Bundesrepublik unterwegs sein. Die Idee dazu soll relativ spontan entstanden sein. Durch die öffentliche Diskussion der vergangenen Woche habe man seine Haltung verdeutlichen wollen. 

„Bei der DB ist Vielfalt Teil unserer Identität und fest in der Konzernstrategie verankert.“, sagte Richard Lutz, Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, gegenüber dem Stern. Es sei wichtig, dass man immer wieder deutlich mache, wofür man stehe, welche Haltung man habe und wofür man sich einsetze. BeBö