In drei Wochen geht‘s los

Weihnachtsmärkte in NRW 2021: Das sind die Termine und Corona-Regeln in den Städten

Für 2021 sind die Aussichten auf Weihnachtsmärkte deutlich optimistischer als im Vorjahr. Schon in drei Wochen soll es im Ruhrgebiet losgehen. So früh wie noch nie.

NRW/Ruhrgebiet – Nach einem Jahr Zwangspause sollen in Deutschland in diesem Jahr endlich wieder Weihnachtsmärkte stattfinden. Die Termine und Regeln unterscheiden sich je nach Stadt aber extrem. Eine Übersicht mit allen Terminen und aktuellen Corona-Regeln für ganz Nordrhein-Westfalen.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner17,93 Millionen
LandeshauptstadtDüsseldorf

Weihnachtsmärkte in NRW 2021: Corona-Regeln für Märkte könnten noch Ende Oktober kommen

Nach jetzigem Stand sollen sämtliche bekannten Weihnachtsmärkte in NRW trotz Corona stattfinden. Die Veranstalter zeigen sich trotz anhaltender Pandemie optimistisch und stimmen sich schon jetzt fleißig mit den Gesundheitsämtern der Städte wegen möglicher Hygienekonzepte ab.

Laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung, die am 1. Oktober in Kraft getreten ist, müssen Besucher auf Kirmes- und Marktveranstaltungen keine Masken mehr tragen und Abstände einhalten. Ob die Regeln auch für Weihnachtsmärkte, die ebenfalls unter freiem Himmel stattfinden, gelten, ist noch offen. Klarheit soll eine neue Corona-Schutzverordnung für November bringen, die dann auch Regeln für Weihnachtsmärkte umschließt. Sie soll Ende des Monats veröffentlicht werden (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Weihnachtsmarkt 2021 in Duisburg nur noch für Geimpfte und Genesene (2G)

Schon jetzt wurde bereits von mehreren Veranstaltern angekündigt, dass die Weihnachtsmärkte deutlich breitere Gassen haben sollen als früher, um Abstände besser einhalten zu können. Außerdem planen manche Städte mit deutlich weniger Hütten, um die Menschenmassen zu entzerren.

Ob es eine 3G oder gar eine 2G-Regel geben wird, ist jetzt noch nicht absehbar. Außer in Duisburg: Dort kündigten die Veranstalter bereits an, nur noch Geimpfte und Genesene (2G) reinzulassen. Ein einfacher Corona-Test reicht für den Eintritt dann nicht mehr aus. Allerdings müssen solche Regeln auch kontrolliert werden. Wie das umgesetzt wird, ist ebenso unklar.

Welche Weihnachtsmärkte sollen in NRW trotz Corona-Pandemie 2021 stattfinden?

Sollte sich die Corona-Lage in den kommenden Wochen wieder verschlechtern und sich gar eine vierte Welle ausbreiten, drohen im Herbst und Winter wie im vergangenen Jahr möglicherweise wieder Einschränkungen. Die könnten auch die Weihnachtsmärkte in NRW und im Ruhrgebiet betreffen. Stand jetzt (21. Oktober) sollen aber die folgenden Weihnachtsmärkte auf jeden Fall stattfinden:

  • Bochum (18. November bis 23. Dezember): Besucher erwartet neben einem normalen Weihnachtsmarkt noch ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt sowie ein fliegender Weihnachtsmann.
  • Dortmund (18. November bis 30. Dezember): In der Ruhrgebietsmetropole darf auch noch bis eine Woche nach Weihnachten auf dem Weihnachtsmarkt gebummelt werden. Derzeit steckt die Ruhrgebietsmetropole in den Vorbereitungen für den „größten Weihnachtsbaum der Welt“, der 2021 endlich wieder aufgestellt werden soll, nachdem er im vergangenen Jahr halbfertig wieder abgebaut wurde. Der beliebte „Lichter-Weihnachtsmarkt“ im Fredenbaumpark wurde wegen Corona abgesagt.
  • Duisburg (11. November bis 30. Dezember): Mit über 100 Buden soll der Weihnachtsmarkt als erster der Region bereits am 11. November starten. Insgesamt wird er damit sieben Wochen dauern – so lang wie kein anderer Weihnachtsmarkt in Nordrhein-Westfalen. Schon jetzt steht außerdem fest, dass es eine 2G-Regel geben soll.
  • Düsseldorf (18. November bis 30. Dezember): Besucher können sich auf mehrere kleine Märkte in der ganzen Innenstadt freuen.
  • Essen (12. November bis 23. Dezember): Auch in Essen startet der Weihnachtsmarkt 2021 besonders früh und lange vor dem ersten Advent. Dafür endet er aber vor Heiligabend.
  • Herne (18. November bis 21. Dezember): Der Cranger Weihnachtszauber soll nach einem Jahr Zwangspause endlich wieder stattfinden - mit vielen „Fressbuden“ und Fahrgeschäften.
  • Köln (sollen alle am 22. November starten): In Köln gibt es viele verschiedene Weihnachtsmärkte in der ganzen Innenstadt. Für den Weihnachtsmarkt am Kölner Dom soll die 3G-Regel gelten, die laut Veranstalter stichprobenartig kontrolliert werden soll. Dazu müssen wohl Masken getragen werden.
  • Münster (22. November bis 23. Dezember): Einer der meistbesuchten Weihnachtsmärkte NRWs soll 2021 wieder stattfinden. Nähere Infos sind aber noch nicht bekannt.
  • Recklinghausen (22. November bis 23. Dezember): Der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt soll wie jedes Jahr auch 2021 auf dem Altstadtmarkt stattfinden. Die beliebte „Vest-Alm“, in der man bis 2019 gemütlich etwas trinken konnte, soll es aber nicht geben.
  • Oberhausen: Der Weihnachtsmarkt am Centro wird derzeit noch geplant, weshalb es noch keine genauen Details gibt.
Auf den Weihnachtsmärkten in NRW werden 2021 wohl unterschiedliche Corona-Regeln gelten.

Schausteller müssen neue Coronaschutzverordnung abwarten, sind aber optimistisch

Unter welchen Regeln die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr stattfinden, wird sich spätestens im November zeigen, wenn die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW vorliegt. Albert Ritter, Vorsitzender des Deutschen Schaustellerbundes, äußerte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zuversichtlich:

„Wir sind bester Dinge, dass es aus unserer Sicht keine Verschlechterung gibt“. Außerdem sei die Tatsache, dass Weihnachtsmärkte draußen stattfinden, ein Vorteil: „Draußen ist schon die halbe Miete“, meinte Ritter mit Blick auf Ansteckungsrisiken.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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