Tausende Tiere tot

Seuche in NRW könnte Weihnachten vermiesen

Das Landwirtschaftsministerium in NRW schlägt Alarm. Auch eine Weihnachtstradition ist in Gefahr.

Düsseldorf – Die Vogelgrippe ist kein neues Phänomen in Nordrhein-Westfalen. Immer wieder tauchen Meldungen auf, dass auf einem Hof infizierte Vögel entdeckt worden sind. Doch in der jüngeren Vergangenheit häufen sich diese Vorkommnisse. Anfang Oktober ist ein Betrieb in Bottrop heimgesucht worden. Jetzt schlägt das NRW-Landwirtschaftsministerium Alarm.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
ThemaVogelgrippe/Geflügelpest

NRW muss sich auf weitere Geflügelpest-Fälle gefasst machen – Tausende Tiere sind tot

Gegenüber der Rheinischen Post malt eine Sprecherin des Ministeriums in düsteres Bild: „Deutschland und Europa erleben aktuell eine in noch nie da gewesenem Ausmaße vorhandene Ausbreitung von Viren der Aviären Influenza.“ Die Politik geht davon aus, dass sich die Vogelgrippe-Fälle in NRW wieder häufen werden. Der erste Fall der Tierseuche tauchte vor fast genau zwei Jahren im Land auf.

Kürzlich grassierte das Virus vor allem im Osten von NRW. Im Kreis Gütersloh ist binnen weniger Tage ein dritter Ausbruch der Geflügelpest bestätigt worden. Betroffen sei eine Haltung in Verl mit rund 5900 Hühnern, etwa 1100 Gänsen und 1700 Enten. Der gesamte Bestand sei getötet worden.

Das Landwirtschaftsministerium sei allerdings vorbereitet, sagt die Sprecherin gegenüber der Rheinischen Post. Wenn in einem Betrieb die Tierseuche ausbricht, wird rasch eine Sperrzone eingerichtet. In diesen Bereichen gelten besonders strenge Auflagen für Geflügelhalter. Tierhalter müssen beispielsweise den zuständigen Veterinärämtern umgehend die Anzahl ihrer gehaltenen Vögel mitteilen.

NRW bereitet sich auf Vogelgrippe vor – Weihnachtsgans ist in Gefahr

Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) rief Geflügelhalter auf, noch wachsamer zu sein. „Das nachgewiesene Virus ist äußerst aggressiv und mit großem Leid für die betroffenen Tiere verbunden.“ Aber auch die Tierhalter leiden unter der Krankheit. Im Januar 2022 musste eine Auffangstation in Dortmund geschlossen werden, weil mehr als 100 verschiedene Vogelarten infiziert waren. Das Ende eines Lebenswerks für den Besitzer (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Die traditionelle Weihnachtsgans ist in Gefahr. Viele Bestände mussten getötet werden. (Symbolbild).

Die Gefahr für den Menschen, sich mit dem Vogelgrippe-Virus zu infizieren, gilt als gering. Dennoch könnte das Virus für den einen oder anderen das Weihnachtsfest vermiesen. Noch nie war die Weihnachtsgans so in Gefahr, wie in diesem Jahr, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA). In den vergangenen Monaten hätten Züchter in Deutschland, Polen und Ungarn wegen der Vogelgrippe erhebliche Teile ihrer Bestände verloren. Die Gänsekeule auf dem Teller vieler Deutschen sei dadurch in Gefahr. Mit DPA-Material

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