Pandemie hat Auswirkungen

Weihnachtsbäume werden wegen Corona teurer

Wegen der Corona-Pandemie können wir Weihnachten nur Einschränkungen feiern. Und jetzt sollen in NRW auch noch die Weihnachtsbäume teurer werden.

NRW – Abstandsregeln, Desinfektionsmittel und Schutzmaske – Weihnachtsbaum-Verkäufer haben es in diesem Jahr nicht leicht. Mit Umsatzeinbußen müssen sie aber nicht rechnen. Im Gegenteil: Die Nachfrage ist ungebrochen.

Weihnachtsbäume werden in NRW teurer: So hoch sollen die neuen Preise sein

Für einen normal großen Weihnachtsbaum zahlt man im Schnitt 20 bis 30 Euro. Das könnte sich in diesem Jahr aber ändern. Wie der Vorsitzende des entsprechenden Fachbereichs im NRW-Landesverband Gartenbau, Eberhard Hennecke mitteilt, dürfte der Preis für einen laufenden Meter von 18 bis 20 auf 23 bis 25 Euro steigen.

Schuld daran sind höhere Ausgaben zur Einhaltung der Corona-Auflagen: Desinfektion, Masken, mehr Verkaufsfläche. Dazu käme extra Personal sowie der ohnehin alljährliche Kostenanstieg. All das wirkt sich schließlich auf den Preis aus (alle Nachrichten aus NRW bei RUHR24).

Trotz höherer Preise für Weihnachtsbäume: Viele Menschen in NRW wollen eine Tanne

Sorgen darüber, dass sie die Weihnachtsbäume nicht loswerden, müssen sich die Verkäufer aber nicht machen. Die Nachfrage sei in diesem Jahr außerordentlich hoch. „Schon jetzt ist das Interesse groß, viele fragen schon nach Bäumen“, sagte Hennecke, der im Sauerland einen Forstproduktebetrieb führt.

Woher die gesteigerte Nachfrage kommt, lässt sich nicht gänzlich sagen. Ein Grund könnte aber sein, dass viele Menschen aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr Weihnachten zu Hause verbringen. Warum dann keinen Baum kaufen und es sich an den Festtagen gemütlich machen?

Mehrheit der Weihnachtsbäume kommt aus dem Sauerland in NRW

Ein Drittel aller Weihnachtsbäume in Deutschland stammt übrigens aus dem Sauerland (NRW). Im Schnitt wächst die besonders beliebte „Nordmanntanne“ acht Jahre, bis sie eine Größe von 1,5 bis 2 Metern erreicht. Dann hat sie perfekten Maße, um in den Verkauf zu gehen. Wie hoch ihr Preis in diesem Jahr wirklich ausfallen wird, bleibt abzuwarten.

Empfehlenswert ist in jedem Fall, mehrere Verkäufer abzufahren und ihre Preise zu vergleichen. Oft kann man so mehrere Euro sparen.

Viele Menschen in NRW wollen in diesem Jahr einen Weihnachtsbaum kaufen.

Achtung: Wer angesichts der steigenden Weihnachtsbaum-Preise nun auf die Idee kommt, seine Tanne selbst zu fällen, sollte diesen Gedanken schnell wieder verwerfen. Eine solche Aktion ist illegal und kann in Nordrhein-Westfalen mit einem Bußgeld von bis zu 7.500 Euro (ein Baum) oder 12.500 Euro (mehrere Bäume) bestraft werden.

Dortmund: Stadt verzichtet wegen Corona auf ihren Mega-Weihnachtsbaum

In Dortmund verzichtet man in diesem Jahr übrigens auf den „größten Weihnachtsbaum der Welt“. Und das obwohl der Aufbau bereits Ende Oktober begonnen hatte.

In einer Videobotschaft begründete Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) das Aus des Weihnachtsbaumes mit dem drastischen Anstieg von Neuinfektionen sowie der Sorge vor Überlastungen in den Krankenhäusern. Er wisse zwar um die Wichtigkeit und Tradition der Mega-Tanne, könne ihren weiteren Aufbau angesichts der Corona-Lage aber nicht mehr verantworten.

Was nun mit den knapp 1700 Rotfichten, aus denen der Weihnachtsbaum besteht, passiert, ist noch völlig unklar. Die Stadt Dortmund wolle nun prüfen, welche Möglichkeiten es gibt. Die Grünen im Rat hatten zuletzt vorgeschlagen, die Bäume an Kitas und Schulen sowie Kirchengemeinden zu spenden. Eine andere Möglichkeit wäre, die Fichten als Dekoration in der Stadt aufzustellen.

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