Beschluss von Bund und Ländern

Wegen Corona-Pandemie: Diese Regeln sollen an Weihnachten 2020 gelten

Weihnachten wird im Corona-Jahr 2020 anders, als gewohnt. Wir sagen, auf welche Regelungen sich die Minister am Sonntag (13. Dezember) geeinigt haben.

Dortmund - Elf Tage vor Weihnachten haben sich die Minister der Länder und die Bundesregierung auf einheitliche Regeln für die Weihnachtsfeiertage geeinigt. Wir verraten, was erlaubt ist - und was nicht.

AnlassWeihnachten 2020
HeiligabendDonnerstag, 24. Dezember
1. und 2. WeihnachtstagFreitag, 25. Dezember und Samstag, 26. Dezember

Corona-Regeln für Weihnachten: Maßnahmen werden an den Feiertagen gelockert

Für Weihnachten gilt eine leichte Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Bis Heiligabend gilt aber zunächst diese Regegelung für private Treffen:

„Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal 5 Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.“

Heiligabend und Weihnachtsfeiertage: Gelockerte Corona-Regeln sollen gelten

An Weihnachten, beginnenden mit dem 24. Dezember und endend mit einschließlich dem 26. Dezember, werden die Corona-Zügel gelockert. Bund und Länder wollen es den Menschen ermöglichen, mit ihren Verwandten Weihnachten zu feiern (Lest hier, welche weiteren neuen Corona-Regeln im Dezember in NRW gelten).

So soll es möglich sein, sich an den Weihnachtsfeiertagen mit mehr Menschen zu treffen, als bis dato vorgesehen. Aber: Die Lockerungen greifen nur in Abhängigkeit des jeweiligen Infektionsgeschehens in einem Bundesland. Steigen die Corona-Zahlen bis Weihnachten exorbitant an, könnte es sein, dass die Lockerungen in NRW zum Beispiel doch nicht kommen (Hier mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de lesen).

Die gelockerten Corona-Regeln an Weihnachten lauten:

  • Ein Haushalt darf sich mit vier weiteren Personen treffen, die nicht zum Haushalt gehören.
  • Diese Personen dürfen nur aus dem engsten Familienkreis stammen. Also:  Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörige.
  • Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mit gezählt.
  • Es dürfen sich an Weihnachten also theoretisch mehr als nur zwei Hausstände und mehr als fünf Personen gleichzeitig treffen.

Zu den Regeln gibt die Bundesregierung eine Empfehlung, die sich auf die Tage vor Weihnachten bezieht. So sollen Bürger sich fünf bis sieben Tage vor Weihnachten bestenfalls in eine freiwillige Quarantäne begeben, um das Weihnachtsfest mit ihren Liebsten möglichst ohne Corona-Infektion zu begehen. Die Regierung spricht hier von einer sogenannten „Schutzwoche“, die vor Weihnachten eingelegt werden sollte. Heißt: Ab sieben Tage vor Weihnachten möglichst wenige Kontakte zu anderen Menschen haben.

NRW-Minister will Einhaltung der Corona-Regeln nicht durch Polizei kontrollieren lassen

Schon jetzt ist aber klar: Die Regelungen für private Treffen sind im Grunde nur eindringliche Empfehlungen. Im privaten Raum hat der Staat (bislang) nur wenig Handhabe. Die Einhaltung der Regeln würden daher im privaten Raum nicht kontrolliert. „Wir werden am Heiligen Abend keine Polizei in die Wohnzimmer schicken“, machte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei einer Pressekonferenz Ende November bereits klar.

Rubriklistenbild: © Mosab Shawer/dpa; Collage: RUHR24

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