Kinderchor polarisiert

"Oma-Lied" des WDR: Rechte demonstrieren vor Sender in Köln

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Die Diskussionen um das "Oma-Lied"des WDR-Kinderchors gehen weiter.

Die Diskussionen um das umstrittene Lied des WDR-Kinderchors nehmen kein Ende. Am Sonntag (29. Dezember) kam es zu Demos vor dem WDR-Gebäude in Köln.

  • Das "Oma-Lied" des WDR spaltet weiter die Gemüter.
  • Am Sonntag (29. Dezember) demonstrierten rund 100 Leute vor dem Gebäude des WDR.
  • Mit dabei: Rechte und linke Gegendemonstranten.

Dortmund/Köln - Das umstrittene Lied des Dortmunder Kinderchors vom WDR zieht weiter seine Kreise. Nachdem bereits der Sender WDR 2 eine Sondersendung einberufen hat, in dem sich WDR-Intendant Tom Buhrow (61) zu Wort meldete, gab es am Sonntag (29. Dezember) eine Demonstration vor dem Sendergebäude in Köln.

Nach umstrittenen Lied des Dortmunder Kinderchors: Demonstrationen vor WDR-Gebäude in Köln

Rund 100 Personen fanden sich am Nachmittag vor dem Gebäude des WDR in Köln ein. Mit unter ihnen waren nach Informationen der Bild auch augenscheinlich 20 bis 30 Rechtsextreme, gekleidet in schwarzen Hoodies und Bomberjacken.

Auf Plakaten der rechtsextremen "Bruderschaft Deutschland" waren Sprüche wie "Demokratie ohne Meinungsfreiheit ist wie Physik ohne Materie" zu lesen. Nach Informationen der Zeitung habe ein nicht-rechtsradikaler Mann aus dem Rheinland die Demo vor dem Gebäude des WDR angemeldet. 

Rechtsextreme und linke Gegendemonstranten demonstrierten gegen "Oma-Lied" des WDR

Allerdings ist bisher noch nicht klar, wie anschließend die Verbindung zur rechtsextremen Szene aufgekommen ist. Aber die Demo der Rechtsextremen blieb nicht lange alleine, so stellten sich rund 25 Gegendemonstranten aus dem antifaschistischen Spektrum den Rechtsextremen entgegen. 

Die Polizei schritt dagegen ein und trennte beide Lager auf. Nachdem die Polizei die Kundgebung aufgelöst hatten, versuchten die Mitglieder der rechten Bruderschaft weiterhin durch Verteilung näher an die Gegendemonstranten zu kommen. 

Nach Demonstrationen vor WDR-Gebäude in Köln: Polizei nahm Personalien auf

Die Polizei Köln hielten rund 20 Mitglieder der "Bruderschaft Deutschland" in der Nähe des WDR-Gebäudes fest um die Personalien aufzunehmen. Währenddessen kam es allerdings auch an einer anderen Stelle zu einer brenzligen Situation. 

In der Kölner Fußgängerzone kam es zu einer lautstarken Diskussion zwischen Teilnehmern der Kundgebung und linken Demonstranten. Auch hier musste die Polizei einschreiten.

Update, Samstag (4. Januar), 16.11 Uhr: Nach der Aufregung um das "Umweltsau"-Lied des WDR gehen nun Redakteure des Senders auf die Barrikaden - und attackieren ihren Intendanten Tom Buhrow. Ein interner Brief offenbar die aktuelle Lage bei WDR, wo derzeit der Baum zu brennen scheint.

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