Verkehrs-Chaos

Warnstreik in NRW legt heute Nahverkehr und Betriebe lahm

Verdi Streik Warnstreik Dortmund
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Am Donnerstag steht in NRW wieder ein Warnstreik bevor.

Der nächste Streik von Verdi steht heute (15. Oktober) NRW an. Der ÖPNV sowie andere öffentliche Betriebe liegen lahm.

NRW/Dortmund - Die Tarifverhandlungen zwischen den Beschäftigten des Öffentlichen Personen und Nahverkehrs (ÖPNV) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) laufen noch. Am Donnerstag (15. Oktober) soll ein weiterer Streik den gesamten Nahverkehr in Dortmund und in anderen Teilen von NRW stilllegen.

GewerkschaftVereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi)
Mitglieder1.955.080 (Stand: 31. Dezember 2019)
VorsitzFrank Werneke; stellv. Andrea Kocsis und Christine Behle

NRW: Streik legt Nahverkehr einen gesamten Tag still

Für Fahrgäste des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bedeutet das, dass sämtliche Stadbahn- und Buslinien am Donnerstag nicht fahren werden, wie die DSW21 mitteilt. Betroffen sind neben dem Verkehrsunternehmen aus Dortmund auch die Rheinbahn sowie die Nahverkehrsbetriebe in Unna und Hamm. Damit liegen große Teile von NRW still.

Der Warnstreik soll ganztägig im Zeitraum zwischen Betriebsbeginn (circa 3.30 Uhr) bis Betriebsende gegen 1.30 Uhr am Folgetag stattfinden. Erst vergangene Woche lag wegen eines Warnstreiks die Innenstadt von Dortmund sowie große Teile von NRW lahm.

Auch die NachtExpress-Linien von der DSW21 sind betroffen. Diese starten aktuell um 0.15 Uhr und um 0.45 Uhr von der Haltestelle „Reinoldikirche“.

Warnstreik in NRW: Kundencenter und öffentlicher Dienst sind nicht verfügbar

Bezüglich des Streiks bei der DSW21 ist nicht nur Dortmund, sondern auch Nachbarstädte von dem Warnstreik betroffen. So bleiben in Castrop-Rauxel die Linien 480, 481, 482 und die NE 11 am 15. Oktober stehen. In Schwerte starten die 430, 435 und NE 25 an diesem Tag ebenfalls nicht (mehr aktuelle Nachrichten aus Dortmund bei RUHR24.de).

Auch die Kundencenter an der Petrikirche, am Hörde Bahnhof und dem Castrop Betriebshof sollen laut Mitteilung der DSW21 ganztägig geschlossen bleiben. Nicht vom Streik betroffen sind dagegen Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien im Verkehrsgebiet des Unternehmens sowie die H-Bahn.

Verdi ruft alle Mitarbeiter im öffentlichen Dienst zum Warnstreik auf

Nicht nur Bus und Bahn werden in NRW am Donnerstag still stehen, Verdi ruft bereits am Mittwoch (14. Oktober) Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Und zwar in ganz NRW. Davon betroffen sind unter anderem Stadtverwaltungen, Kliniken, Sparkassen sowie kommunale Entsorger.

Am Niederrhein streikt der ÖPNV sogar bereits am Mittwoch. Von den Warnstreiks können außerdem auch Kitas betroffen sein. Allerdings sollen hier teilweise noch Notbetreuungen angeboten werden.

NRW: Das sind die Ziele des Warnstreiks

Verdi fordert bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste.

Außerdem sollen zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden. Des Weiteren fordert Verdi eine Anhebung der Azubi-Löhne um rund 100 Euro. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22./23. Oktober 2020 angesetzt.