Feuerwehr bereitet sich vor

Alarmstufe Orange: Experten warnen vor Waldbrandgefahr in NRW

In NRW hat es seit Tagen nicht geregnet, die Temperaturen sind sommerlich. Die Trockenheit könnte jetzt zu Waldbränden führen, warnen Experten.

Nordrhein-Westfalen – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht anhand einer Karte den sogenannten Waldbrandgefahrenindex für Deutschland. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie hoch das Potenzial ist, dass in den Wäldern ein Feuer ausbrechen könnte. Aktuell zeigt die Karte: In NRW ist die Gefahr an vielen Orten besonders hoch.

Behörde

Deutscher Wetterdienst (DWD)

Staatliche Ebene:

Bund

Zentrale:

Offenbach am Main

Gründung:

1952

Dachorganisation:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Waldbrandgefahr in NRW: Alarmstufe Orange laut DWD

Alarmstufe Orange in NRW! Oder auch Gefahrenstufe 3 in Sachen Waldbrandgefahr. Das geht aus der Deutschlandkarte des DWD hervor, die täglich aktualisiert wird.

Der Index reicht von eins bis fünf. Wobei Stufe 1 für eine sehr geringe Gefahr und Stufe 5 für eine sehr hohe Gefahr steht. NRW ist derzeit komplett orange eingefärbt, es besteht also eine mittlere Waldbrandgefahr. Auch in anderen Teilen in Deutschland ist die Lage ernst. 

So herrscht in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen ebenfalls Warnstufe Orange. In Teilen von Bayern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist das Problem noch größer, hier zeigt der Index sogar eine hohe Gefahr (rot).

Waldbrandgefahr in NRW: Fehlender Regen wird zum Problem im Wald

Grund für die erhöhte Waldbrandgefahr ist die anhaltende Trockenheit. Seit Wochen hat es nicht mehr wirklich geregnet – und auch in den kommenden Tagen soll das Wetter in NRW sich nicht wirklich ändern. Das heißt: Es bleibt trocken und damit steigt die Brandgefahr weiter.

Hinzu kommt, dass die Wälder in NRW an vielen Orten unter dem Befall des Borkenkäfers leiden. Der Schädling bohrt sich durch die Rinde von noch lebenden Bäumen, legt dort seine Eier ab und ernährt sich von den Flechten – was zur Folge hat, dass die Bäume und insbesondere die Fichten absterben. 

DWD warnt vor Waldbrandgefahr in NRW

Die Wälder in NRW liegen deshalb inzwischen voll mit sogenanntem Totholz und abgestorbenen Bäumen, die als besonders leicht entzündlich gelten und den Ernstfall eines Waldbrandes begünstigen.

Wie der WDR berichtet, bereitet sich die Feuerwehr an einigen Orten in NRW bereits auf potenzielle Waldbrände vor. Insbesondere im bergischen Land soll die Gefahr eines Brandes besonders hoch sein, weshalb unter anderem die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Reichshof trainiert (mehr News aus NRW auf RUHR24.de).

Waldbrandgefahr in NRW erhöht – Feuerwehr trainiert Ernstfall

Einsatzleiter Christoph Dick fährt mit seinem Team zu einem simulierten Ernstfall im Waldgebiet. Es geht darum, möglichst schnell große Mengen Wasser zum Einsatzort zu schaffen. Auch deshalb ist die Feuerwehr in engem Kontakt mit den Landwirten, die mit ihren Treckern noch einem bis zu 15.000 Liter Wasser zusätzlich organisieren können. 

Die Feuerwehr im Einsatz gegen Waldbrände - aufgrund der Trockenheit keine Seltenheit.

Waldbrände in NRW: Das sollten Spaziergänger beachten

Doch nicht nur die Feuerwehr stellt sich auf die mögliche Brandgefahr ein, auch Spaziergänger sollten in nächster Zeit besonders aufmerksam durchs Grüne in NRW laufen. So gibt das NRW-Ministerium für Umwelt Tipps, wie Waldbesucher dazu beitragen können, Waldbrände zu verhindern:

  • Offenes Feuer oder Grillen im Wald gilt es zu unterlassen
  • Rauchen ist vom 1. März bis 31. Oktober verboten
  • Bei Feuer die Gefahrenzone sofort verlassen und die Feuerwehr unter 112 anrufen, nicht den Förster

"Entscheidend ist, dass sich Waldbesucher der Gefährdung bewusst sind und vorsichtig verhalten. Leider Gottes ist das mit Verzicht auf Rauchen, Grillen und Feuern verbunden", sagt Alfred Edelhoff, Experte für forstliche Gefahrenabwehr bei Wald und Holz NRW. Die Hinweise richten sich nicht nur an Spaziergänger, sondern auch an Biker und Autofahrer. Bemerken diese beim Vorbeifahren Flammen im Wald, sollten sie ebenfalls umgehend die Feuerwehr informieren. 

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