Bild: dpa

Das Bus- und Bahnfahren im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) könnte demnächst wieder teurer werden. Der Verband schlägt eine Preiserhöhung um 1,8 Prozent vor – entschieden ist aber noch nichts.

  • Bus- und Bahnfahrten im VRR sollen ab 2020 wieder teurer werden.
  • Der Verbund fordert eine Preiserhöhung von 1,8 Prozent.
  • Die Politik hatte sich zuletzt gegen eine Anhebung der Ticketpreise ausgesprochen.

Wer im Rhein-Ruhr-Gebiet des VRR mit Bus und Bahn unterwegs ist, muss demnächst vielleicht mehr Geld für sein Ticket bezahlen. Denn in der Debatte um die künftigen Preise für Bus- und Bahntickets peilt der Verkehrsverbund eine durchschnittliche Preiserhöhung um 1,8 Prozent an. Das berichtet die WAZ.

VRR plant Preiserhöhung ab Januar 2020

Die Erhöhung sei ab Januar 2020 geplant. Laut den Plänen sollen Einzeltickets jedoch nicht teurer werden. Die 1,8 Prozent sollen sich laut VRR in den Preisen für Monatskarten und Abonnements niederschlagen.

Nichts Neues für Bestandskunden des VRR. Immerhin gab es in den vergangenen Jahren regelmäßig eine Preiserhöhung auf Bus- und Bahntickets. In den Jahren 2018 und 2019 gab es bereits einen Preisanstieg von jeweils 1,9 Prozent – im kommenden Jahr würde man da sogar knapp drunter liegen.

Die Erhöhung von 1,8 Prozent betrifft auch das Sozialticket. Dieses würde ab Januar 39,95 Euro kosten und damit fast zehn Euro mehr als bei seiner Einführung vor acht Jahren. Die Preise für Vier-Stunden-Tickets, ebenso wie für Einzeltickets sollen laut VRR-Beschlussvorlage allerdings weiterhin konstant bleiben.

Politik diskutiert Preiserhöhung im Rhein-Ruhr-Gebiet

Ob die Preiserhöhung im Rhein-Ruhr-Gebiet tatsächlich zustande kommt, werde laut WAZ-Bericht jedoch frühestens Ende September entscheiden. Derzeit diskutiert die Politik weiterhin über die künftige Finanzierung des Nahverkehrs. Hier stellt sich die Frage, ob eine ständige Preiserhöhung eine langfristige Lösung sein kann.

Immerhin hatte die schwarz-grüne Mehrheitskoalition im VRR bereits im Juli dieses Jahres vorgeschlagen, vorerst keine weitere Anhebung der Preise vorzunehmen. „Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass eine stetige Preisentwicklung am Markt nicht weiter so umsetzbar ist“, so ein Statement der CDU und Grünen.

Nahverkehrsbetriebe aus Dortmund und Essen warnen unterdessen vor gravierenden Einschnitten im Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Es bleibt also abzuwarten, ob der Vorschlag der VRR-Verwaltung am Ende durchgesetzt wird.