Unfassbarer Fall im Westen

Frau in NRW vor Zug gestoßen: Urteil gegen Täter gefallen

Im Juli 2019 wurde eine Frau am Bahnhof in Voerde vor einen fahrenden Zug gestoßen und verstarb. Heute (28. Januar) ist das Urteil im Prozess gefallen. 

  • Das Urteil im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau am Bahnhof Voerde ist heute (28. Januar) gefallen. 
  • Die Frau war im Juli 2019 von einem Mann vor einen Zug gestoßen worden. 
  • Der Täter bestreitet jegliche Absicht. 

Update, Dienstag (28. Januar), 11.45 Uhr: Duisburg - Das Urteil im Prozess gegen den 28-Jährigen Täter ist gefallen. Wie DerWesten berichtet, erkennt die Staatsanwaltschaft die Tat als heimtückischen Mord aus Mordlust an. Aufgrund der psychischen Erkrankung des Täters, Schizophrenie, kommt auf den Täter nun die dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie zu.  

Erstmeldung, Dienstag (28. Januar), 10.30 Uhr: Es war ein Vorfall, der deutschlandweit für Entsetzen sorgte. Im Juli 2019 wurde eine junge Frau aus dem Nichts vor einen Zug gestoßen. Die 34-Jährige starb noch vor Ort, der Mann der sie schubste ist ein psychisch Kranker. 

Urteil erwartet: Frau am Bahnsteig Voerde vor fahrenden Zug geschubst 

Am 20. Juli 2019 stand die junge Frau am Bahnsteig des Bahnhofs in Voerde und wartete auf einen einfahrenden Zug. Völlig unvermittelt, ohne ein einziges Anzeichen, wurde sie dann von einem Mann auf die Gleise gestoßen - vor den fahrenden Zug. Die 34-Jährige verstarb noch im Gleisbett.

Der 28-jährige Täter konnte noch auf dem Bahnsteig von Voerde von umstehenden Passanten überwältigt werden. Sie hielten ihn fest bis die Polizei kam und ihn übernahm. Es stellte sich heraus, dass der Täter psychisch krank sei. 

Ein Mann schubste die Frau vor einen fahrenden Zug: Er sagt, nicht mit Absicht

Der Prozess läuft vor dem Schwurgericht Duisburg. Heute (28. Januar) wollen die Richter ein Urteil sprechen. In einer bereits verlesenen Erklärung des 28-Jährigen heißt es, dass es ihm an dem Morgen der Tat nicht gut gegangen sei, sein Kopf habe sich gedreht und er habe geschwankt. Möglicherweise habe er sich aus diesem Grund bei der Frau abgestützt.

Er streitet seine Tat also ab. In einer weiteren Erklärung, die durch seine Verteidigerin verlesen wurde, heißt es, dass er keine Frauen schubste. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Tat hingegen als Mord aus Mordlust. So oder so wird es für den 28-Jährigen wegen seiner schweren Schizophrenie zu keiner klassischen Bestrafung kommen. Im Fall einer Verurteilung komme er unbefristet in eine geschlossene Psychiatrie. Das Urteil fällt noch heute.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch / dpa

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