Bild: dpa

In einem Flüchtlingsheim in Sankt Augustin fand die Polizei am Sonntagabend (2. Dezember) die Leiche eines 17-jährigen Mädchens. Ein Tatverdächtiger konnte bereits festgenommen werden.

Die Eltern der Verstorbenen hatten sie am Freitag (30. November) als vermisst gemeldet. Laut einem WDR-Bericht hatte das Mädchen aus Unkel bei Bonn eine Freundin besuchen wollen, kam dort jedoch nie an.

Mädchen habe sich per Handy bei Bekannten gemeldet

Per Handy habe sich die 17-Jährige in den zwei Tagen nach ihrem Verschwinden mehrmals bei Bekannten gemeldet, heißt es von der Polizei.

Nachdem am Sonntag (2. Dezember) Kleidung und eine Handtasche von der Vermissten an einem See im Stadtteil Meindorf (Sankt Augustin) gefunden wurden, suchten rund 150 Beamte der Feuerwehr und anderer Hilfsdienste nach dem Mädchen.

Im Einsatz waren auch Taucher, Suchhunde sowie eine Drohne und Wärmebildkameras.

Polizei leitet Mordkommission ein

Nach etwa drei Stunden, um circa 20.15 Uhr, brach man die Suche nach dem Mädchen in dem See schließlich ab. Polizisten fanden die Leiche der jungen Frau in einer nur wenige hundert Meter entfernten Flüchtlingsunterkunft.

Das Flüchtlingsheim liegt am Rande eines bei Nacht kaum beleuchteten Gewerbegebiets neben einer Bahntrasse. Nach dem Einsatz der Spurensicherung wurde die Leiche des Mädchens am frühen Morgen aus der Unterkunft in einen Bestattungswagen gebracht.

Wie der WDR berichtet, wurde ein mutmaßlicher Täter festgenommen. Die Polizei hat eine Mordkommission eingeleitet. Man geht dem Verdacht nach, dass die Jugendliche aus dem rheinland-pfälzischen Unkel umgebracht wurde.

Die Verstorbene hatte Kontakt zu 19-jährigem Mann

Nach WDR-Informationen war die Polizei über soziale Netzwerke und von Opfer und mutmaßlichem Täter verschickte Kurznachrichten auf die Spur eines 19-Jährigen gekommen. Der mutmaßliche Täter ist nach bisherigen Informationen ein gebürtiger Kenianer mit deutschem Pass.

Das Mädchen hatte den Mann offenbar in der Unterkunft in Sankt Augustin besucht.

Weitere Themen auf Dortmund24:

Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin betreuten Notfallseelsorger die Angehörigen der 17-Jährigen.