Shopping nachholen

Verkaufsoffene Sonntage: In NRW sollen Geschäfte an vier weiteren Terminen öffnen dürfen

Mit vier weiteren verkaufsoffenen Sonntagen in NRW sollen ausgefallene Umsätze aus der Corona-Schließung nachgeholt werden. In der Innenstadt von Dortmund wäre es dann möglich, in der zweiten Jahreshälfte noch an sechs Sonntagen zu öffnen.

  • In 2020 waren für Dortmund zehn verkaufsoffene Sonntage angesetzt.
  • Viele Termine sind aufgrund der Schließung durch die Coronavirus-Pandemie entfallen.
  • Die zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage sollen die Möglichkeit schaffen, ausgefallene Umsätze des Einzelhandels nachzuholen.

NRW/Dortmund - In Nordrhein-Westfalen sollen Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte an bis zu vier zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntagen öffnen dürfen. So lautet zumindest ein Vorschlag von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. Durch die Corona-Beschränkungen ausgefallene Shopping-Sonntage könnten so nachgeholt werden.

Stadt

Dortmund

Bevölkerung

603.609 (2019)

Verkaufsoffene Sonntage 2020

Bislang an zehn Terminen

Verkaufsoffene Sonntage: Gewerkschaft lehnt geöffnete Geschäfte an Sonntagen ab

Das Landeskabinett hat bereits beschlossen, eine entsprechende Verwaltungsvorschrift zu erlassen. Auch mit Kirchen und Gewerkschaften - die sich in der Vergangenheit auch gegen verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen hatten - seien die Pläne schon besprochen. So spricht sich die Gewerkschaft Verdi prinzipiell gegen verkaufsoffene Sonntage aus.

Auf der Homepage der Gewerkschaft heißt es dazu: "Der arbeitsfreie Sonntag bildet – noch – eine Ruheinsel, in der Menschen ihre Zeit nach ihren Bedürfnissen verbringen können." Mit der einmaligen Maßnahme sollen laut Wirtschaftsminister Verkaufsströme in den Herbstmonaten von den Samstagen auch auf Sonntage umgelenkt werden. Das sei nicht nur förderliche für die Umsätze, sondern auch im Sinne des Schutzes vor dem Coronavirus.

Verkaufsoffene Sonntage in Dortmund: Zwei stehen auch nach altem Terminplan in der City noch aus

Die Termine, wann die verkaufsoffenen Sonntage stattfinden sollen, sollen die Kommunen selbst festlegen. Allein in der Innenstadt von Dortmund stehen in den kommenden Monaten sowieso noch zwei weitere verkaufsoffene Sonntage an: am 25. Oktober und am 06. Dezember. Nun könnten weitere dazu kommen.

Der Westenhellweg in Dortmund: Nach dem Coronavirus-Lockdown frönen viele wieder dem Shopping-Erlebnis.

Eine Sonntagsöffnung ist generell nur zulässig, wenn es dafür einen gerechtfertigten Grund gibt. Laut Ladenöffnungsgesetz sei eine Sonntagsöffnung aber auch bei einem "Sachgrund" möglich. 

In diesem Fall gebe es das öffentliche Interesse, ausgefallene Käufe und Umsätze aus der Zeit der Coronabedingten Schließungen nachholen zu können. Damit sei die Sonntagsöffnung nicht an einen Anlass gebunden, wie es an anderen Terminen der Fall wäre.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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