Vergewaltigung auf Fan-Zug-Toilette? Frau (19) beschuldigt Gladbach-Fan (31)

+
Im Fan-Zug vergewaltigt - 31-Jähriger vor Gericht. Foto: dpa ACHTUNG: Bahnmitarbeiter wurden aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen gepixelt Foto: Hans-Peter Reichartz/Reichartz/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Nach dem Spiel von Mönchengladbach bei den Bayern soll eine 19-jährige Frau in einem Fan-Zug in einer Toilette vergewaltigt worden sein.

Nach dem Spiel von Borussia Mönchengladbach bei den Bayern verschwand eine 19-Jährige zusammen mit einem anderen Fan der Fohlen in der Toilette eines Fan-Zugs. Dort soll es zu einer Vergewaltigung der Frau gekommen sein.

Was an jenem 14. April 2018 im Zug von München in Richtung Mönchengladbach geschah, muss jetzt ein Gericht klären. Der Prozess dazu ist am Freitag (10. Mai) gestartet.

+++Deutsche Urlauber sollen 18-jährige Frau auf Mallorca vergewaltigt haben – Festnahme+++

Auf der Rückfahrt der Bundesliga-Partie, die Bayern mit 5:1 gewonnen hatte, hatte die 19-Jährige den 31-Jährigen im Zug kennengelernt.

Beide hatten Alkohol getrunken. Nach anfänglichen, einvernehmlichen Küssen im Zugabteil verschwanden die beiden Gladbach-Fans schließlich in einer Toilette.

Vergewaltigung in Zug-Toilette?

Dort kam es laut Anklage zu der Vergewaltigung. Noch im Zug hatte die Frau nach früheren Angaben ihre Eltern angerufen, die die Polizei alarmierten.

Weil ein Ordner im Zug ein Foto von dem Mann machen konnte, konnte der mutmaßliche Täter später von der Polizei identifiziert werden. Es handelt sich um einen schon früher rechtskräftig verurteilter Vergewaltiger.

Frau konnte 31-Jährigen auf Foto nicht erkennen

Dass er deshalb auch in der Zug-Toilette übergriffig geworden sein muss, steht unterdessen in den Sternen. Auf dem Foto des Orderns konnte das mutmaßliche Opfer den mutmaßlichen Täter später jedenfalls nicht erkennen.

In zwei Verhandlungstagen - der letzte ist am 24. Mai - muss das Gericht jetzt klären, was in der Zug-Toilette geschah.

Der Angeklagte hatte sich kurz nach der mutmaßlichen Vergewaltigung im April 2018 in einer Haftanstalt in Nordrhein-Westfalen gemeldet, um eine Strafe wegen Körperverletzung anzutreten. Mittlerweile verbüßt er nach Angaben seines Anwalts die Strafe, die unter anderem wegen der früheren Vergewaltigung verhängt wurde.

Der Beschuldigte machte nach Angaben seines Verteidigers bisher keine Angaben zum Tatvorwurf. Ob er sich in dem Prozess äußern wird, ließ Anwalt Ingo Herbort offen.

In einem Zug voller Fans von Borussia Mönchengladbach war es in Februar 2018 zu einer weiteren - wenn auch minder schwerwiegenden - Tat mit sexuellem Bezug gekommen, als ein 22-jähriger Fan einer jungen Frau seinen Penis zeigte. Als die Polizei den Mann anschließend kontrollieren wollte, hatten sich 180 weitere Fans mit dem Mann solidarisiert, um ihn vor den Beamten zu schützen.

Bei einem Fall in Wesel wurde ein 15-jähriges Mädchen von einem 20-Jährigen auf einem Festival vergewaltigt. Die Polizei konnte den Täter stellen. mit dpa-Material