Busse und Bahnen fahren nicht

Verdi-Warnstreik: Nahverkehr steht heute still – Stau-Chaos in Dortmund

Der Verdi-Streik sorgt heute Morgen für Stau-Chaos auf Dortmunds Straßen.
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Der Verdi-Streik sorgt heute Morgen für Stau-Chaos auf Dortmunds Straßen.

Die Gewerkschaft Verdi ruft heute zum öffentlichen Streik im Nahverkehr auf. Es stehen erneut Tarifverhandlungen für die Beschäftigten an.

Update, Dienstag (29. September), 10 Uhr: Dortmund - Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi legt aktuell den Verkehr in Dortmund lahm. Sowohl die Linien der Stadtbahn als auch die Busse fahren heute nicht, weshalb es im Bereich der Dortmunder Innenstadt zu Stau kommt.

Verdi streikt heute in Dortmund: Das sorgt für viel Stau in der Innenstadt

Viele sind heute Morgen offenbar auf das Auto umgestiegen. Das macht sich auf folgenden Straßen derzeit besonders bemerkbar:

  • Hamburger Straße
  • Heiliger Weg
  • Weißenburgerstraße
  • Brackeler Straße
  • Südwall
  • Ruhrallee
  • Märkische Straße
  • Kreuzstraße

Stockenden Verkehr gibt es laut verkehr.nrw außerdem auf der Münsterstraße, Mallinckrodtstraße sowie auf Bornstraße und auf der Lindemannstraße.

Update, Dienstag (29. September), 6.25 Uhr: Der öffentliche Nahverkehr in vielen NRW-Städten steht heute still. Seit 3 Uhr morgens wird gestreikt und die Gewerkschaft Verdi legt Busse und Bahnen lahm. Pendler, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, müssen massiven Einschränkungen rechnen. In Dortmund werden nur Regionalzüge und S-Bahnen fahren.  

Update, Freitag (25. September), 13.15 Uhr: Dortmund – Mittlerweile bestätigte auch DSW21, dass der Verdi-Warnstreik am kommenden Dienstag (29. September) Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr in Dortmund haben wird. 

Dortmund: Verdi-Warnstreik mit Auswirkungen am Dienstag

"Für die Nutzer des ÖPNV in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien am kommenden Dienstag nicht fahren werden. Dies gilt vom Betriebsbeginn (ca. 3.30 Uhr) bis Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am 30. September)", heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch der NachtExpress wird von dem Warnstreik betroffen sein und wird nicht am Knotenpunkt Reinoldikirche in der Dortmunder Innenstadt fahren. Ebenfalls werden die Nachbarstädte Castrop-Rauxel und Schwerte nicht angefahren. Die Kundencenter "Petrikirche", "Hörde Bahnhof" und "Castrop Betriebshof" werden geschlossen bleiben.

Vom Streik nicht betroffen sind die Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien im DSW21-Verkehrsgebiet sowie die H-Bahn.

Erstmeldung, Freitag (25. September), 10.50 Uhr: Bahn-Pendler werden am Dienstag (29. September) vor einem Problem stehen. Die Gewerkschaft Verdi ruft bundesweit zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf.

VerdiVereinte Dienstleistungsgewerkschaft
SitzBerlin
Mitglieder1.955.080 (Stand: 31. Dezember 2019)
Gründung20. März 2001, Berlin

Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr: Verdi fordert mehr Gehalt

Das gab Verdi am Freitagmorgen (25. September) bekannt. Die Gewerkschaft möchte mit der Arbeitsniederlegung am Dienstag bundesweite Tarifverhandlungen für 87.000 Beschäftigte durchsetzen. Außerdem werden Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung und den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste gefordert.

Wichtig ist Verdi vor allem die Durchsetzung von einheitlichen Regelungen im ganzen Land – daher auch der bundesweite Streik. Die Gewerkschaft hat das Gefühl, dass sich die Tarifverhandlungen in den Bundesländern unterschiedlich entwickelt haben. So sollen 30 Urlaubstage und Sonderzahlungen in allen Bundesländern durchgesetzt werden. Mit einer Forderung für Auszubildende sollen Anreize zum Einstieg in den Beruf und zur Nachwuchsförderung geschaffen werden. Welche Behörden noch streiken werden, liest ihr bei Merkur.

Verdi will mit Warnstreik Druck auf Arbeitgeber erhöhen – Lohnerhöhung gefordert

Bei den Tarifverhandlungen geht es um den Streit zwischen Verdi und dem Deutschen Beamtenbund und Arbeitgebern. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, also mindestens 150 Euro mehr Gehalt im Monat.

Die Arbeitgeber haben allerdings noch kein Angebot vorgelegt, was Verdi mehrmals kritisierte. Der Warnstreik am Dienstag soll daher den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober geplant.

Verdi gibt Arbeitgebern die Schuld für den Warnstreik

"Mit unseren Forderungen haben wir Vorschläge geliefert, wie sich die drängenden Fragen von Entlastung und Nachwuchsförderung lösen lassen", teilte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, Bild mit. "Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen."

Video: Verdi-Chef kündigt Ausdehnung der Warnstreiks bei Kommunen an

Seit März fordert die Gewerkschaft hierzu die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages. Am Wochenende hatte sich die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gegen die Aufnahme von Verhandlungen ausgesprochen. "Die Arbeitgeber haben mit ihrer Verweigerungshaltung den Streik provoziert. Wir hoffen, dass sie das Signal verstehen und baldmöglichst in Verhandlungen eintreten werden", so Peter Büddicker, Fachbereichsleiter Verkehr in NRW.

Das fordert Verdi bei den Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern:

  • Die Erhöhung der Ruhezeiten nach Schichtende von zehn auf elf Stunden
  • Maximale Dienstlänge von zehn statt zwölf Stunden und eine Bezahlung von mindestens acht Stunden
  • Den Ausschluss von geteilten Diensten
  • Eine Zulage ab dem 1. Tag einer vorübergehenden Vertretung (bisher erst ab einem Monat)
  • Verbesserungen bei Zeitzuschlägen

Bei dem Warnstreik nicht teilnehmen werden Beschäftigte der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft, die Stadt Monheim GmbH und die Stadtwerke Gütersloh GmbH. Auch Beschäftigte des privaten Omnibusgewerbes in NRW werden am Dienstag (29. September) streiken. 

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