Keller vollgelaufen

Unwetter im Ruhrgebiet: Discounter-Dach stürzt ein – knapp 400 Einsätze allein in Dortmund

Das Tief „Xero“ hat in NRW für zahlreiche Unwetter und Überschwemmungen gesorgt. Die Feuerwehr musste auch im Ruhrgebiet zu hunderten Einsätzen ausrücken.

Dortmund – Starkregen und Unwetter haben in Teilen von NRW am Dienstag (29. Juni) für vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume gesorgt. Allein in Bochum musste die Feuerwehr fast 200-mal ausrücken, in Essen gab es 150 Einsätze. Inzwischen hat auch die Feuerwehr Dortmund Bilanz gezogen.

Unwetter in Dortmund: Fast 400 Einsätze – „Vollalarm“ für die Freiwillige Feuerwehr

Update, Mittwoch (30. Juni), 9.25 Uhr: Das Unwettertief „Xero“ sorgte in Dortmund in der Zeit von 21 bis 4 Uhr für 365 Einsätze. In der Spitze seien über 380 Retter im Einsatz gewesen, teilt die Feuerwehr Dortmund mit. Aufgrund der großen Zahl der Notrufe wurde auch für die „Freiwillige Feuerwehr“ gegen 22.20 Uhr ein „Vollalarm“ ausgelöst.

Bei den meisten Einsätzen habe es sich um vollgelaufene Keller, Tiefgaragen oder Aufzugsschächte gehandelt. Verletzte habe es bei keinem der Einsätze gegeben.

Unwetter in NRW: „Massiver Baum“ beschäftigt Feuerwehr Herdecke stundenlang

Update, Mittwoch (30. Juni), 9.06 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke rückte insgesamt zwar nur zu acht Unwetter-Einsätzen aus, einer hatte es aber besonders in sich. Auf der Ender Talstraße stürzte ein „massiver Baum“ um, wie die Feuerwehr berichtet. Er musste stundenlang freigeschnitten werden.

Ein umgestürzter Baum sorgte für einen stundenlangen Einsatz der Feuerwehr Herdecke.

Unwetter in NRW: Tief „Xero“ lässt in Essen Decke von Discounter einstürzen

Update, Mittwoch (30. Juni), 8.40 Uhr: Von den 150 Einsätzen, zu denen die Feuerwehr Essen in der Nacht ausrückte, dürfte den Einsatzkräften insbesondere einer in Erinnerung bleiben. In einem Discounter in Heidhausen stürzte die Zwischendecke auf rund 30 Quadratmeter ein. „Das Dach konnte die enormen Wassermengen nicht mehr tragen“, heißt es von der Feuerwehr.

Der Einsatzschwerpunkt habe in der Nacht in den östlichen Stadtteilen Kray, Leithe Freisenbruch und Horst gelegen. Hier seien Gullydeckel der Kanalisation hochgedrückt worden und Keller sowie Unterführungen voll Wasser gelaufen. Zudem stürzten einige Bäume um.

Unwetter in NRW: Feuerwehr Bochum zu fast 200 Einsätzen gerufen

Erstmeldung, Mittwoch (30. Juni), 7.30 Uhr: Die Feuerwehr Bochum meldet, dass durch den heftigen Starkregen am Abend Straßen überflutet und zahlreiche Keller vollgelaufen sind. Verletzt wurde dabei aber glücklicherweise niemand.

In Bochum liefen die Keller teilweise bis zur Decke voll.

Ab 20.30 Uhr standen die Leitungen nicht mehr still, berichten die Rettungskräfte. Neue Einsätze seien „im Sekundentakt“ gemeldet worden. Zwischenzeitlich riefen so viele Bürger die Feuerwehr, dass die Leitstelle im benachbarten Herne die Anrufe annehmen musste.

In einige Kellern habe das Wasser „bis zur Decke“ gestanden, berichtet die Feuerwehr. Erst gegen 22.30 Uhr habe sich die Lage beruhigt. Bis in die Nacht musste die Feuerwehr Bochum insgesamt 183 Einsätze fahren. Auch das Technische Hilfswerk und die Freiwillige Feuerwehr waren im Einsatz (alle News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24 lesen)

Unwetter im Ruhrgebiet: Keller und Tiefgaragen vollgelaufen

Auch in Hattingen liefen am Abend innerhalb von 30 Minuten Keller und Tiefgaragen voll Wasser. Die Feuerwehr war hier rund 120-mal im Einsatz.

Die Feuerwehr Hattingen musste bei dem Unwetter ebenfalls ausrücken.

An der Isenbergstraße und der Nierenhofer Straße an der Ruhr gab es Erdrutsche, die Teile der Fahrbahn blockierte. Hier wurden Gebäude mit Sandsäcken gesichert. Wir berichten weiter.

Rubriklistenbild: © Jens Herkströter

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