Laut Deutschem Wetterdienst

NRW-Unwetter Bilanz: Boot kentert auf der Ruhr – Dauereinsatz für die Feuerwehr

Gewitter
+
Ein Blitz erhellt den Nachthimmel.

Auf hochsommerliche Temperaturen folgen nun teils schwere Gewitter – auch in NRW. Das gab der Deutsche Wetterdienst bekannt.

Update, Freitag (1. Juli), 7.21 Uhr: NRW – In mehreren Städten waren die Feuerwehren in NRW im Dauereinsatz – etwa wegen umgekippter Bäume, unter Wasser stehender Keller und Straßen. Bei der Deutschen Bahn kam es wegen der Folgen des Unwetters zu Ausfällen und Streckensperrungen. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor der Gewitterfront mit Starkregen gewarnt.

NRW: Boot kentert bei Unwetter auf der Ruhr – Feuerwehr rückt aus

In Duisburg seien im Stadtteil Baerl die Telefone ausgefallen, berichtete die Feuerwehr, die in kurzer Zeit 500 Notrufe abarbeiten musste. Auf der Ruhr habe die Feuerwehr Personen gerettet, die mit einem Boot gekentert waren.

Vermutlich durch einen Blitzeinschlag wurde im benachbarten Mülheim/Ruhr eine etwa 20 Meter hohe Eiche gespalten. Eine Baumhälfte stürzte auf ein zweigeschossiges Wohnhaus und beschädigte das Dach. Ein Auto wurde von dem Baum begraben. Menschen kamen nicht zu Schaden.

In Mülheim an der Ruhr wurde eine Eiche gespalten.

NRW: Bahnstrecken gesperrt – umgekippte Bäume und Sachschäden

Auf der Bahnstrecke zwischen Gronau und Enschede lag ebenfalls ein Baum. Der Abschnitt wurde gesperrt, Züge warteten an Bahnhöfen, wie die DB Regio twitterte. Im Kreis Wesel hatte die Feuerwehr bei mindestens 30 Einsätzen mit entstandenen Sachschäden zu tun. Vier Personen seien insgesamt leicht verletzt worden.

In Köln meldete die Feuerwehr via Twitter 32 Einsätze. Auch dort waren Bäume umgestürzt. In Bottrop zog aus dem Süden ab etwa 19 Uhr ein schweres Gewitter über das gesamte Stadtgebiet – mit Starkregen und heftigen Sturmböen.

Teile von Duisburg überschwemmt – Unwetter in NRW

Update, Donnerstag (30. Juni), 21.46 Uhr: In Dortmund, Herne und Bochum wurde die Warnstufe von 4 auf 2 heruntergestuft. Die Gewitter sollen voraussichtlich bis 22.30 Uhr andauern.

Update, Donnerstag (30. Juni), 20.45 Uhr: NRW – Das Unwetter ist über Teile von Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Für Städte wie Bochum, Essen und Gelsenkirchen wurde die Warnstufe bereits wieder von 3 auf 2 heruntergestuft. Dafür gab es neue Warnungen der Stufe 3, die bislang bis 21.30 Uhr für Dortmund und Hamm gelten.

In Duisburg kam es beispielsweise zu überfluteten Straßen, doch auch der Nahverkehr ist betroffen. Angaben von zuginfo.nrw zufolge, sind verschiedene Verbindungen betroffen, da sich Gegenstände oder sogar Bäume auf den Gleisen befinden. Betroffen sind beispielsweise die RE5 (RRX) und die RE19 sowie die RE1 (RRX). Es ist mit größeren Verspätungen zu rechnen.

Duisburg: Starkregen führte zu gefluteten Straßen

NRW: Deutscher Wetterdienst warnt vor Blitzeinschlägen

Update, Donnerstag (30. Juni), 19.50 Uhr: NRW – Der Deutsche Wetterdienst weist auch auf Gefahren hin, die sich im Zusammenhang mit dem bevorstehenden oder teilweise bereits andauerndem Unwetter in NRW einhergehen. So warnt die Behörde unter anderem vor Blitzschlägen und davor, dass Bäume entwurzelt werden könnten.

Auch herunterstürzende Gegenstände, Äste oder Dachziegel schätzt der Wetterdienst als Gefahr ein. Ebenso potenziell möglich seien Überflutungen von Kellern, Straßen oder Überschwemmungen von Bächen und kleinen Flüssen möglich.

Deutscher Wetterdienst warnt vor schwerem Unwetter in NRW

Erstmeldung, Donnerstag (30. Juni), 19.15 Uhr: NRW – An die 30 Grad war es vielerorts in Nordrhein-Westfalen bei strahlendem Sonnenschein und teils schwüler Luft. Eine nicht ungefährliche Abkühlung erwartet den Westen schon am Donnerstagabend (30. Juni), wie der Deutsche Wetterdienst bekannt gegeben hat.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
LandeshauptstadtDüsseldorf

Der Deutsche Wetterdienst berichtet von einer Kaltfront, die Nordrhein-Westfalen in der Nacht zum Freitag (1. Juli) erreicht. Die heißschwüle Luft kühlt dadurch ab – zuvor wird der Westen allerdings noch von Unwettern heimgesucht. Für Essen, Duisburg und Gelsenkirchen gingen beispielsweise Unwetterwarnungen der Stufe 3 (von 4) heraus.

NRW: Unwetterwarnung – es drohen schwere Gewitter

Starke Gewitter und Starkregen ziehen von Westen auf und treffen in NRW unter anderem Teile des Ruhrgebiets. Auch mit Sturmböen von bis zu 100 km/h ist zu rechnen, ebenso wie vereinzelt mit Hagel. Von Aufenthalten im Freien wird abgeraten. Für Dortmund, Bochum und Unna gilt zunächst Warnstufe 2, die „markantes Wetter“ nach sich zieht.

In der Nacht zum Freitag sollen die Gewitter Richtung Osten weiterziehen. Weitere Gewitter und Starkregen sind vorerst nicht auszuschließen (mehr News aus NRW auf RUHR24). Mit DPA-Material.

Mehr zum Thema