Land unter im Kreis Unna

Unwetter in NRW: Entwarnung in Fröndenberg an der Ruhr nach Evakuierung

Fröndenberg an der Ruhr ist am Sonntag (4. Juli) regelrecht abgesoffen. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Nun gibt es neue Erkenntnisse.

Update, Mittwoch (7. Juli), 7.15 Uhr: Fröndenberg – Die Einsatzkräfte haben am gestrigen Dienstag gegen 20 Uhr Entwarnung gegeben. Schlamm und Wasser aus dem Teich oberhalb des Ortsteils Westick fließen kontrolliert ab.

Update, Dienstag (6. Juli), 7 Uhr: Der Kreis Unna meldet, dass die Großeinsatzlage in der Nacht zu Dienstag (6. Juli) aufgehoben werden konnte. Dennoch sei das keine Entwarnung.

KreisKreis Unna
StadtFröndenberg
EreignisUnwetter und folgende Feuerwehreinsätze

Unwetter in Fröndenberg: 700 Bewohner mussten aufgrund der Gefahrenlage evakuiert werden

Insgesamt haben 700 Bewohner eines ungünstig gelegenen Abschnittes in der Stadt Fröndenberg die Nacht woanders verbringen müssen. 40 Bewohner seien in der von der Stadt bereitgestellten Unterkünften untergekommen.

Letztendlich sind nicht nur die Bewohner der Erdgeschoss- und Souterrainwohnungen evakuiert worden. Polizei und Feuerwehr entschieden sich am Montagabend für eine komplette Evakuierung. Die Lage sei zu unsicher gewesen.

Am heutigen Dienstag müssen Einsatzkräfte den Bereich um den Angelteich, dessen Ufer durch den Starkregen aufgeweicht wurde, weiter sichern.

Nach Unwetter in Fröndenberg: Deich droht zu brechen

Update, Montag (5. Juli), 15:43: Die Hochwasserlage in Fröndenberg bleibt ernst. Bei einer Pressekonferenz am Montagnachmittag teilte die Stadt mit, dass Teile eines Ortsteils nun evakuiert werden müssen. Bürgermeisterin Sabina Müller sprach von einer Katastrophenlage.

Betroffen von der Evakuierung ist den Angaben zufolge der östliche Ortsteil Westick. Ein großer Deich nahe Hirschberg drohe außerdem zu brechen. Dieser hält das Wasser eines 4.800 Quadratmeter großen Teiches zurück. Da trotz der Bemühungen der Feuerwehr und des THW ein Deichbruch nicht auszuschließen sei, sollen jetzt die Anwohner in den Souterrain- und Erdgeschosswohnungen evakuiert werden. Die Betroffenen werden durch Polizei und Ordnungsamt informiert.

Die Anwohner sollen zunächst bei Freunden oder Verwandten unterkommen, alternativ stehe die Gesamtschule Fröndenberg als Notunterkunft zur Verfügung. Wie lange der Bereich geräumt bleiben muss, sei derzeit noch unklar. Ein Bürgertelefon ist unter der Telefonnummer 02373 / 97 60 eingerichtet (bis 20 Uhr geschaltet).

Der große Deich nahe Hirschberg in Fröndenberg ist aufgeweicht.

Update, Montag (5. Juli), 10.12 Uhr: Die Stadt Fröndenberg bei Dortmund hat die extremen Folgen des vergangenen Unwetters deutlich zu spüren bekommen. „Ein Seniorenheim musste evakuiert werden“, bestätigt eine Pressesprecherin des Kreises Unna auf Nachfrage von RUHR24*. Dort habe das Wasser 50 bis 60 Zentimeter hoch im Erdgeschoss gestanden und der Strom sei ausgefallen. Daher mussten einige Bewohner der Unterkunft in umliegende Seniorenheime umgesiedelt werden.

Unwetter in Fröndenberg: 320 Einsätze für Rettungskräfte in Ruhrgebietsstadt

Aufgrund der verheerenden Regenschauer sei zudem aktuell die Bahnlinie zwischen Fröndenberg und Wickede gesperrt. Den Schaden, der durch das Unwetter entstanden ist, schätzt der Kreis Unna als „hoch“ ein. „Autos wurden weggespült und Straßen beschädigt“. Doch „das genaue Schadensbild werden erst die nächsten Tage zeigen“, heißt es. Trotzdem gebe es auch gute Nachrichten.

„Bei allem, was passiert ist, wurde niemand verletzt“, bestätigt die Pressestelle vom Kreis Unna. Auch die Einsatzkräfte, die bislang zu 320 Einsätzen bis Sonntagabend (4. Juli) ausrücken mussten, seien unverletzt geblieben.

Fröndenberg an der Ruhr (NRW) im Kreis Unna soff beim Unwetter regelrecht ab.

Ursprungsmeldung, Montag (5. Juli), 8.45 Uhr: Das Unwetter am Sonntag (4. Juli) hat im östlichen Ruhrgebiet* heftig zugeschlagen, wie RUHR24* berichtet. In Fröndenberg im Kreis Unna (nördlich von Dortmund*) meldete die Feuerwehr „Land unter“!

Unwetter in NRW: Fröndenberg an der Ruhr im Kreis Unna geht in Wassermassen unter

Fröndenberg liegt an der Ruhr und ist mit knapp 22.000 Einwohnern ein verschlafenes Nest am Rande des Ruhrgebiets in NRW*. Durch das am Sonntag über NRW wütende Unwetter ist die Stadt unfreiwillig in die Schlagzeilen gekommen.

Autos hatten es bei den Wassermassen in Fröndenberg an der Ruhr (NRW) im Kreis Unna soff beim Unwetter regelrecht ab.

Wie verschiedene Medien berichten, fielen innerhalb einer Stunde pro Quadratmeter bis zu 40 Liter auf die Umgebung nieder. Das hatte Folgen: Es kam zu vollgelaufenen Kellern in zahlreichen Häusern. Doch noch einprägender dürfte die Straße sein, die sich in einen reißenden Strom verwandelt hat.

Die Feuerwehr war in Fröndenberg an der Ruhr (NRW) im Kreis Unna soff beim Unwetter regelrecht ab.
Selbst Einsatzkräfte der Feuerwehr kamen gegen die Wassermassen kaum noch an.

Selbst Fahrzeuge der Feuerwehr Kreis Unna, die sich in einem Dauereinsatz befand, blieben stecken. Neben den Wassermassen schossen in Fröndenberg an der Ruhr auch Geröll und Schlamm durch die Straßen.

Unwetter in NRW: Fröndenberg an der Ruhr – Feuerwehr Kreis Unna zählt bis zu 300 Einsätze

Wie der Hellweger Anzeiger berichtet, kam es bis zu 300 Einsätzen der Feuerwehr Kreis Unna. Auch die Notrufleitungen waren teilweise überlastet. Die Bilanz des Unwetters ist erschreckend. Die einzige gute Nachricht: Anscheinend wurde niemand verletzt. Auch in Dortmund hat es am Sonntag (4. Juli) schwere Folgen des Unwetters gegeben.

Ein Altenheim in Fröndenberg wurde von Wassermassen überflutet, dass sogar das Erdgeschoss betroffen war. Ein Parkplatz eines Supermarktes glich einem See. Das örtliche Freibad hatte nur noch Schlammwasser im Becken. Viel schlimmer: Autos wurden von den Wassermassen mitgerissen. Zudem waren zahlreiche Häuser in Fröndenberg an der Ruhr ohne Strom.

Man geht davon aus, dass die Aufräumarbeiten mehrere Tage dauern werden. Im Altenheim werde man die unteren Etagen vorerst nicht benutzten können. Zudem könne es sein, dass das Schwimmbad im Jahr 2021 nicht mehr öffnet. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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