Blitze, Donner und Starkregen

Unwetter im Ruhrgebiet: Feuerwehr bei Überschwemmungen im Einsatz – Person in Lebensgefahr

Durch das Unwetter in Dortmund sind mehrfach Bäume auf Autos gestürzt, weshalb die Feuerwehr anrücken musste.
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Durch das Unwetter in Dortmund sind mehrfach Bäume auf Autos gestürzt, weshalb die Feuerwehr anrücken musste.

Über das Ruhrgebiet und weite Teilen von NRW sind am Freitagabend heftige Unwetter gezogen. Dabei hatte vor allem die Feuerwehr viel zu tun.

  • In vielen Teilen von NRW haben am Freitagabend starke Unwetter gewütet.
  • Mit Bochum und Dortmund sind auch Städte im Ruhrgebiet von dem Gewitter betroffen gewesen.
  • Zahlreiche Keller und Straßen waren wegen des Regens überflutet, weshalb die Feuerwehr oft ausrücken musste.

Ruhrgebiet/Nordrhein-Westfalen - Der Sommer ist in Nordrhein-Westfalen (NRW) angekommen - und das auch mit seiner dunklen Seite, wie es sich vor wenigen Stunden gezeigt hat. Die Rettungskräfte hatten daher alle Hände voll zu tun.

Nachdem tagsüber am Freitag (14. August) wieder sonnen angesagt war, mussten sich die Menschen an einigen Orten anschließend in Sicherheit bringen. Denn über das Ruhrgebiet ist ein schweres Unwetter gefegt. Neben heftigen Regenschauern hat es auch ordentlich geblitzt.

Region

Ruhrgebiet

Einwohner

5.111.530 (31. Dez. 2018)

Bevölkerungsdichte

1152 Einwohner/km²

Fläche

4.435 km²

Arbeitslosenquote

10,4 % (30. Juli 2017)

Unwetter im Ruhrgebiet: Feuerwehr Dortmund wegen Gewitter im Großeinsatz

Die Feuerwehr musste daher an verschiedenen Orten ausrücken, um zu helfen. Besonders hart hat es Dortmund bei dem Unwetter erwischt. Dort waren die Rettungskräfte bis heute Morgen (15. August) aktiv. Insgesamt 70 Einsätze hat es dort gegeben. Sechsmal mussten die Rettungskräfte wegen umgestürzter Bäume helfen.

Ein Großteil der Einsätze bestand allerdings darin, vollgelaufene Keller abzupumpen, wie ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber RUHR24.de bestätigt. Besonders heftig hat es den Stadtteil Huckarde erwischt. In Mailoh standen nach Angaben der Feuerwehr Dortmund, die aktuell vor einer unsichtbaren Gefahr warnt, die Emscherallee und die Ruhrallee komplett unter Wasser.

Das Unwetter in Dortmund hat dafür gesorgt, dass die Feuerwehr mehrere Einsätze hatte.

Und dieses Unwetter ist in Dortmund kein Einzelfall. Erst vor wenigen Tagen gab es im Süden der Stadt ähnlich stürmische Stunden. Dabei sind mehrere Bäume auf parkenden Autos gelandet. Bei beiden Unwettern in Dortmund kamen keine Personen zu Schaden. 

Starke Gewitter und viel Regen im Ruhrgebiet - Feuerwehr Bochum muss zu 51 Einsätzen anrücken

Ähnlich viel bekam die Feuerwehr aus Bochum am Freitagabend (14. August) zu tun. Zwischen 21 Uhr und 1 Uhr nachts gab es dort in den verschiedenen Stadtteilen insgesamt 51 Einsätze. Dabei galt es die meiste Zeit, die Leute von den großen Wassermassen zu befreien. Dafür mussten die Helfer sowohl Keller auspumpen als auch verlegte Wasserabläufe freilegen, damit das Wasser abfließen konnte.

Besonders stark hat das Unwetter die Innenstadt von Bochum getroffen, sowie die Stadtteile Werne und Altenbochum. Dort war der Regen so stark, dass die Gullydeckel dem Druck nicht standhalten konnten und hochgespült wurden.

Unwetter in NRW: Blitze in Düsseldorf und Köln

Auch Köln und Düsseldorf blieben von der stürmischen Nacht nicht verschont. Auch dort gab es Blitze am Himmel zu sehen. Was für viele Leute ein faszinierendes Spektakel am Himmel ist, bedeutete für die Einsatzkräfte viel Arbeit in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen.

Dabei waren vor allem die gewaltigen Schauer ein Problem, die eine Person sogar in Lebensgefahr brachten.

Gefährlicher Einsatz in NRW: Person durch Unwetter in Lebensgefahr 

Viel Regen gab es in der Nacht im Norden von NRW. In Herford bei Bielefeld gab es drei Einsätze für die dortige Feuerwehr. Dabei lief eine Unterführung komplett voll, wie es online heißt.

Ein Autofahrer musste deshalb gerettet werden, weil er die Gefahr zu spät erkannt haben soll. Sein Auto soll an der tiefsten Stelle zum Stillstand gekommen sein, als er mit seinem Pkw in das Wasser hinein fuhr.

Starke Regenschauer in NRW: Rettung in letzter Sekunde

Daraufhin lief der Kofferraum bereits voll mit Wasser, sodass er nicht mehr fahrbereit war. Mit viel Muskelkraft konnten die Rettungskräfte den Mann befreien, indem sie sein Fahrzeug aus der tiefen Pfütze schoben bevor der Abschleppdienst zur Hilfe eilte.

Zeit zum Verschnaufen bleibt der Feuerwehr aktuell wenig. Denn am Wochenende drohen die nächsten Unwetter mit Gewittern in NRW (Wetter-Ticker auf RUHR24.de).