Studentin

Ruhr-Uni Bochum: Deutsch-Afghanin auf Toilette rassistisch angefeindet

Ruhr-Universität Bochum
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An der Ruhr-Universität Bochum studieren mehr als 40.000 Studenten.

Ein Unbekannter hat an der Ruhr-Universität Bochum eine Studentin angegriffen und rassistisch angefeindet.

Bochum – Am Mittwoch (20. Juli) ist es an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zu einem rassistisch motivierten Angriff auf eine Studentin gekommen. Die RUB verurteile die Tat „aufs Schärfste“. Die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Campus wurden daraufhin erhöht.

BundeslandNordrhein-Westfalen
StadtBochum
OrtRuhr-Universität Bochum

Ruhr-Uni Bochum: Unbekannter greift Studentin an – „Geh zurück in dein Land!“

Wie die NRW-Universität mitteilt, ist eine Studentin auf dem Campus Opfer rassistischer Anfeindungen und Gewalt geworden. Am Mittwoch (20. Juli) soll die junge Frau laut der Polizei Bochum im Zeitraum von 9.40 Uhr und 10.30 Uhr auf der Damentoilette im Erdgeschoss des GA-Gebäudes beleidigt und verletzt worden sein. Die Identität des Täters ist bislang noch nicht bekannt.

Der unbekannte Täter habe den Kopf der 28-Jährigen laut Angaben der Ruhr-Uni Bochum gegen die Wand geschlagen und sie in den Unterleib getreten, sodass sie zu Boden fiel. Zudem habe er die deutsch-afghanische Studentin mit den Worten: „Geh zurück in dein Land!“ rassistisch angefeindet. Die Frau erlitt durch den Angriff leichte Verletzungen. Die Ruhr-Universität spricht von einem Hassverbrechen (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Die 28-jährige Bochumerin erhält nach dem gewaltsamen Vorfall umfassende Unterstützung, so die RUB.

Ruhr-Uni Bochum: Polizei sucht nach Hinweisen zu mutmaßlichem Täter

Die Polizei Bochum sucht nach Hinweisen zum mutmaßlichen Täter. Er wird auf 40 bis 45 Jahre geschätzt und ist etwa 1,80 Meter groß. Er wird laut Polizei als einen Mann mit einer stabilen Statur mit dickem Bauch beschrieben. Zudem habe er kurze lichte Haare sowie blau-grüne Augen gehabt. Der Unbekannte trug zur Tatzeit ein weißes Poloshirt und eine kurze dunkele Hose mit dunklen sportlichen Schuhen. Er habe akzentfreies Deutsch gesprochen, so die Polizei.

Die Kriminalpolizei nimmt Zeugenhinweise unter der Nummer 0234 909-4505 oder -4441 entgegen.

Ruhr-Uni Bochum verurteilt Gewaltverbrechen: Sicherheitsmaßnahmen verschärft

Die Ruhr-Uni Bochum gilt eigentlich als innovativer Standort für Studium und Wissenschaft. Doch dieser Vorfall lässt auch die Verantwortlichen der Uni nicht kalt.

Die Ruhr-Universität Bochum gilt als ein zentraler Studienstandort.

Die Universität in Bochum äußert sich entsetzt. Der RUB-Rektor Prof. Dr. Martin Paul teilte in einer Pressemeldung mit, dass sie der Studentin bedingungslos zur Seite stehen. Zudem werde für umfassende Hilfe in Form von psychologischer und juristischer Begleitung gesorgt. Die RUB habe ihr zudem ein Angebot für Kinderbetreuungsmöglichkeiten gemacht, damit die 28-Jährige sich nochmals in ärztliche Behandlung begeben kann.

Als Reaktion auf den Vorfall wurden die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Campus erhöht. Die Präsenz eines Wachdienstes soll nun gewährleisten, dass sich alle Studenten sicher fühlen. Weitere Maßnahmen werden geprüft, so die RUB.

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