Wissenschaft

NRW-Universitäten ziehen wegen Ukraine-Krieg Reißleine – „nicht folgenlos“

Das Land NRW pausiert bis auf Weiteres die wissenschaftlichen Beziehungen mit Russland.

NRW – Wie das Landesministerium für Kultur und Wissenschaft am Dienstag (2. März) mitteilte, werden alle Kooperationen und die Zusammenarbeit mit russischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen pausiert. „Der russische Angriff auf die Ukraine ist eine tiefgreifende Zäsur in Europa“, so die Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Daher sehe die Wissenschaftsgemeinschaft in NRW keine Alternative.

NRW: Austausch mit russischen Hochschulen ruhen – „Krieg kann nicht folgenlos bleiben“

Die Entscheidung wurde von unterschiedlichen Vertretern der Hochschulen und der Studierenden getroffen. Die aktuelle Situation gebe Anlass, „bestehende wissenschaftliche Kooperationen und Beziehungen mit Russland und russischen Einrichtungen kritisch zu prüfen und bis auf Weiteres ruhen zu lassen“, schreibt das Wissenschaftsministerium.

Die deutsch-russischen Kooperationen seien in der Vergangenheit bedeutsam und lehrreich gewesen. Trotzdem dürfe der Krieg des russischen Präsidenten Putin „nicht folgenlos bleiben“, heißt es in der Erklärung.

Die NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft verkündet die Pausierung von wissenschaftlichen Beziehungen mit Russland.

NRW: Hochschulen pausieren Austausch mit Russland – Was bedeutet das konkret?

Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen seien dazu aufgerufen, bestehende russische Kooperationen bis auf Weiteres zu pausieren. Neue Kooperationsprojekte sollen nicht aufgenommen werden. Die TU Dortmund hat zu den konkreten Auswirkungen für die Studierenden genauere Angaben gemacht.

Russische Studierende, die derzeit an der Universität in Dortmund studieren, können ihr Studium fortsetzen. Sie seien weiterhin Teil der internationalen Gemeinschaft der Hochschule, dies gelte insbesondere auch für Geflüchtete. Ein Austauschstudium von deutschen Studierenden in Russland werde laut dem Deutschen Akademischen Austauschdienst ab sofort nicht mehr gefördert. Das auswärtige Amt rät zudem von Reisen nach Russland ab.

Studierende aus Russland können ihr Austauschstudium an der TU Dortmund fortsetzen.

NRW: Wissenschaftlicher Austausch mit Russland pausiert – Ukraine-Kooperation sollen erhalten bleiben

Die Entscheidung fiele den Verantwortlichen schwer. „Wir wissen um diejenigen Russinnen und Russen – in Russland wie auch hier in Deutschland –, die den von dem russischen Präsidenten begonnenen Krieg gegen die Ukraine nicht unterstützen“, schreiben die Verantwortlichen.

Die Solidarität der Hochschulvertreter gelte den betroffenen Menschen in der Ukraine. Der wissenschaftliche Austausch mit Kooperationseinrichtungen in der Ukraine sollen laut Landesministerium so weit es geht aufrechterhalten werden (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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