Besorgte NRW-Bürger

Ukraine-Konflikt: Bochum schaut besorgt auf Partnerstadt – OB reagiert

Die Situation in der Ukraine ist brenzlig. Bochum schaut besorgt auf die Partnerstadt Donezk.

Bochum – Wird es in der Ukraine Krieg geben? Diese Frage stellen sich derzeit Millionen von Menschen. Die Sorgen und Ängste sind groß, dass die Wege der Diplomatie nicht genommen werden, sondern die Waffen sprechen. Laut einem Bericht von merkur.de seien Truppenbewegungen Russlands in der Ostukraine zu beobachten*. Auch in NRW schaut man nach Ost-Europa. Die Stadt Bochum ist besorgt – die Partnerstadt Donezk liegt im Fadenkreuz des Konflikts.

StadtBochum
PartnerstadtDonezk (Ukraine)
EreignisUkraine-Krise

Ukraine-Konflikt: Bochum schaut besorgt auf Partnerstadt Donezk

„Was zurzeit in der Ukraine, insbesondere im Gebiet um unsere ukrainische Partnerstadt Donezk passiert, erfüllt mich und die Bochumerinnen und Bochumer mit allergrößter Sorge und Bestürzung. Ich hoffe sehr, dass eine friedliche Lösung gefunden und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region dauerhaft gewährleistet wird“, teilt Bochum Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) mit.

Die Stadt Donezk liegt auf ukrainischem Boden. Im Zuge des Konflikts hat sich die Region um die Industriestadt Donezk und Luhansk zu „Volksrepubliken“ erklärt. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die selbsternannten „Volksrepubliken“ anerkannt, um gleich darauf die Entsendung von „Friedenstruppen“ in die ukrainischen Regionen zu verkünden, heißt es in einem Bericht des Bayrischen Rundfunks.

NRW und der Ukraine-Konflikt: Bochums Oberbürgermeister ist besorgt

Bochum Oberbürgermeister Eiskirch bezieht klar Stellung: „Unsere Solidarität gilt sowohl den Menschen vor Ort als auch denen, die bereits vertrieben worden sind.“ Und weiter: „Partnerschaften gelten auch in schwierigen Zeiten. Die Gesellschaft Bochum-Donezk hält engen Kontakt zu den Menschen in Donezk und zu den vertriebenen Bürgerinnen und Bürgern um Donezk herum.“

Er habe zudem die Generalkonsulin der Ukraine, Iryna Shum, eingeladen, um die aktuelle Situation und Möglichkeiten der Unterstützung zu sprechen, sagt der OB in seinem Statement.

Thomas Eiskirch (SPD), Oberbürgermeister von Bochum

NRW: Ukraine-Konflikt bereitet in Bochum Sorgen – Bürger spenden für Vertriebene

Seit 35 Jahren ist Donezk die Partnerstadt der Revierstadt Bochum. Laut einem WDR-Bericht habe die Gesellschaft Bochum-Donezk bereits einige Hilfsgüter für die betroffenen Menschen in der Ukraine gepackt. Darunter befinden sich unter anderem Kleidung, Werkzeug und Geschirr. In der kommenden Woche soll ein LKW in Richtung Ost-Ukraine fahren – es wäre der erste 2022. In der Regel sind es drei pro Jahr, schreibt der WDR.

Viele Menschen hoffen, dass das in der kommenden Woche noch möglich sein wird. Laut Berichten der DPA hat der ukrainische Sicherheitsrat die Ausrufung des Ausnahmezustands für das ganze Land angekündigt. Das beziehe sich zunächst auf den Zeitraum von 30 Tagen. *Merkur.de ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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