Was da noch alles auf uns zu kommt 

Seehofer: Menschengemachter Klimawandel Schuld an Überschwemmung

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Bundesinnenminister Seehofer (CSU) hat Stellung zur aktuellen Unwetter- und Hochwasserlage in NRW bezogen.

Wie konnte es zu einem solch außergewöhnlichen Wetterextremen in NRW und Rheinland-Pfalz kommen? Innenminister Seehofer sieht die Schuld bei dem menschengemachten Klimawandel. 

Dortmund/Berlin – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) äußerte sich schockiert über die jüngste Unwetter-Katastrophe im Westen Deutschlands. Eine solche Überflutung wie in NRW, mit so vielen Toten und Vermissten habe er noch nicht erlebt. Seehofer sieht das als weiteres Indiz für den menschengemachten Klimawandel. 

PolitikerHorst Seehofer
MinisteriumBundesministerium des Innern
ParteiChristlich-Soziale Union in Bayern

Überschwemmungen in NRW und Rheinland-Pfalz: Seehofer sieht Klimawandel als Grund

„Niemand kann ernsthaft bezweifeln, dass diese Katastrophe mit dem Klimawandel zusammenhängt“, sagte Seehofer in einem Interview mit dem Spiegel. Er plant nun schnelle Maßnahmen zu treffen. Die Bundesregierung will die geschädigten Menschen in den Regionen umfangreich mit Finanzhilfen unterstützen. Schon beim sogenannten Jahrhunderthochwasser von Elbe und Donau hatte die Bundesregierung insgesamt 8 Milliarden Euro gestellt.   


Unwetter und Überschwemmungen als Folge des Klimawandels? Die Fakten  

Klimaforscher würden einzelne Wetterphänomene niemals als Folge des Klimawandels bezeichnen. Ein solches Extremwetter ist zu lokal und die Messdaten zu begrenzt, um Parallelen zu ziehen. Allerdings könne man den indirekten Einfluss des menschengemachten Klimawandels auch nicht leugnen, berichtet die Zeit.

Denn dieser macht solche Wetterextreme wahrscheinlicher. Und in Zukunft werden wir wohl häufiger mit Überschwemmungen, Waldbränden und Dürren zu kämpfen haben. Daran besteht kein Zweifel. Es sei völlig klar, dass es auf einem wärmeren Planeten mehr und heftiger regnet, Gründe dafür fänden sich direkt in der Physik, schreibt die Zeit

Überflutete und unterspülte Straßen in NRW: Nach dem Unwetter gibt es viele Sperrungen.


Nach dem Unwetter: Seehofer will sich Eindruck von Katastrophe machen 

Um sich einen eigenen Eindruck von der Lage im Katastrophengebiet im Westen Deutschland zu verschaffen, will Bundesinnenminister Horst Seehofer demnächst in die betroffenen Regionen reisen. „Es wird ein Vor-Ort-Besuch geplant. Details dazu werden derzeit abgestimmt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

Video: Nach Hochwasser – militärischer Katastrophenalarm ausgelöst

Seehofer hatte sich kürzlich gegen eine Veränderung der Zuständigkeiten im Katastrophenschutz ausgesprochen. Für diese Aufgabe sind in Friedenszeiten die Länder verantwortlich. Sie können vom Bund aber Hilfe anfordern, etwa durch die Bundeswehr, die Bundespolizei oder das Technische Hilfswerk. (BeBö)