Dürre in Teilen von Deutschland

NRW: Leben wie im sonnigen Kalifornien - doch die Trockenheit wird zur Gefahr

Endlich Regen - die Natur sehnt sich danach! Doch schon im Mai werden wir in NRW mit Wucht wieder an die drohende Dürre erinnert.

  • Nach den heißen und trockenen Sommern in 2018 und 2019 wächst die Sorge um eine weitere Dürre in 2020.
  • Der Jahresanfang 2020 brachte in NRW bereits zu wenig Regen
  • Der für die nächsten Tage erwartete Regen reicht nicht überall aus, um die Trockenheit zu überwinden.

NRW - Die Erinnerungen an die Sommermonate der vergangenen Jahre sind noch da. Tage, in denen wir schwitzten, Tage, in denen wir Bäume an Straßenrändern wässerten und Tage, an denen Zapfsäulen an Tankstellen trocken liefen, weil Flüsse nicht mal mehr mit Schiffen befahren werden konnten - so niedrig war ihr Wasserstand. Inzwischen wächst die Sorge, dass auch das Jahr 2020 keine Erleichterung bringen könnte, berichtet RUHR24.de*. 

Trockenheit: Schon der Jahresanfang brachte in NRW kaum Regen

Schon der Januar galt als zu trocken, ebenso der März und auch der April. Der Februar brachte zwar Regen, doch der Trockenheit, die in NRW bereits zu einer erhöhten Waldbrandgefahr führt, wurde damit nicht Einhalt geboten. 

Nun endlich sagen die Wetterexperten für die kommenden Tage Regen* voraus! Xenia und Yve und Zlatina heißen die Tiefdruckgebiete, die nun Einfluss auf unser Wetter nehmen. Regen, womöglich sogar Unwetter und Gewitter haben sie im Gepäck. So sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis in den Mai hinein schauerartigen Regen und Gewitter voraus. Doch bringt das die Wende? Ist die Trockenheit damit gebannt?

Trockenheit in NRW: Gefahr einer Dürre bleibt

Die weiteren Aussichten trüben die Hoffnung auf frische und feuchte Waldluft. Bereits am Wochenende, so sagen es Wetterdienste voraus, soll es wieder trocken und warm werden. Ab Montag (4. Mai) stellt der DWD nur noch dem Nordwesten und Norden etwas Regen in Aussicht. Ansonsten ist es dann wieder heiter oder wolkig - und vor allem trocken.

Die Experten des Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) liefern täglich neue Informationen zum Dürrezustand der Böden in Deutschland. Die Forscher erläutern: Schon der Anfang des Jahres 2020 brachte zu wenig Niederschlag. Auch der regenreichere Februar konnte das nicht auffangen.

NRW: Trockenheit und außergewöhnliche Dürre

Auf den Karten, die das Institut zur Verfügung stellt, ist gut zu sehen: Der Boden in NRW ist zu trocken. In weiten Teilen verzeichnen die Forscher eine schwere, bis hin zu einer außergewöhnlichen Dürre. Im Südwesten von NRW haben die Pflanzen deswegen wortwörtlich Stress. 

Weckt Erinnerungen an vergangene Sommer: Auch im April 2020 führt der Rhein Niedrigwasser.

"Trockenstress" nennen es Wissenschaftler, wenn den Pflanzen im Boden nicht genügend Wasser zu Verfügung steht. Für unsere Wälder bedeutet die Trockenheit zum Beispiel auch, dass Schädlinge leichtes Spiel haben. Die baumeigenen Schutzfunktionen sind bei zu großer Trockenheit außer Funktion.

Trockenheit: Waldbrandgefahr in NRW

Auch Landwirte und Förster sind in Sorge. Der viel zu trockene April erhöhe die Gefahr von Waldbränden und Ernteausfällen. In NRW brachen derweil schon einige Waldbrände* aus. Durch die Trockenheit konnten sich die Flammen schnell großflächig ausbreiten. 

Zudem: Nach den wenigen Regentagen soll es schon im Mai einen Temperaturanstieg geben. Bis zu 25 Grad könnten die ersten Maitage bringen. Heiße Luft aus Afrika schiebt sich wie ein Keil bis nach Europa vor. Die Sorge um einen weiteren Dürresommer bleibt also. 

Die Menschen in NRW können sich am langen Pfingstwochenende auf Sonne und Sommer freuen. Pfingsten kommt mit Ausflügen und Grillen.

Wetterexperte hofft auf Ende der Trockenheit im Sommer

Auch wenn manch ein Wetterexperte (so Weather-Channel-Meteorologe Jan Schenk gegenüber Focus Online) noch auf einen regenreichen Sommer wie im Jahr 2007 zu hoffen wagt - der Regen, der in diesen Tagen fällt, bleibt laut Experten des DWD in weiten Teilen Deutschlands der berühmte "Tropfen auf den heißen Stein".

msp

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