Stau-Problem in NRW: Experte macht unkonventionellen Vorschlag

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Stau auf der B1. Foto: Florian Forth/RUHR24

Wann ist endlich Schluss mit dem Stau-Problem in NRW? Ein Professor für Verkehrswesen hat die Lage eingeschätzt - und einen unkonventionellen Lösungsvorschlag vorgestellt.

Wann ist endlich Schluss mit dem Stau-Problem in NRW? Ein Professor für Verkehrswesen hat die Lage eingeschätzt - und einen unkonventionellen Lösungsvorschlag vorgestellt.

Das Stau-Problem in NRW ist ein Dauerbrenner - und wird es vermutlich auch noch ein paar Jahre lang bleiben. Das sagt zumindest der Verkehrsexperte Justin Geistefeldt.

Er ist Professor für Verkehrswesen an der Ruhr-Universität in Bochum und sieht keine schnelle Lösung für das Problem. In den nächsten vier bis fünf Jahren sei demnach nicht mit einer Verbesserung zu rechnen.

Noch mehr Behinderungen in Sicht

Stattdessen erwartet Geistefeldt eher eine Verschlimmerung. Denn der Ausbau der Infrastruktur auf Autobahnen in NRW berge noch mehr Behinderungen und Herausforderungen.

Auch, dass NRW im Bundesvergleich Stau-Spitzenreiter ist, überrascht den Professor nicht: "Eine Sensation wäre es, wenn es angesichts der dichten Siedlungsstruktur anders wäre."

Er sieht den Fehler in der Vergangenheit. Demnach hätten heutige Engpässe schon vor zwanzig Jahren angegangen werden müssen.

Freier Seitenstreifen als Lösung

Als Lösung schlägt Geistefeld die Freigabe des Seitenstreifens zu Stauzeiten vor. Das passiert bereits auf einigen Autobahnen in NRW und erhöht bei großem Verkehrsaufkommen die Kapazitäten.

Auch Ampeln zur Zuflussregelung seien laut dem Experten sinnvoll. So würden die Autos dann einzeln statt im Pulk auf die Autobahn geführt.

Nach der Veröffentlichung verschiedener Daten über Staulängen ist im Landtag die Debatte über Staus neu entbrannt.

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Die Opposition warf der Landesregierung am Donnerstag ,,verkehrspolitisches Versagen" vor. Die Landesregierung schob die Schuld auf die Vorgängerregierungen.

mit dpa-Material